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Drohung mit Bomber-Überflug : Rumänien verlangt Erklärungen zu russischer Twitter-Nachricht

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Liebhaber markiger Drohungen: der russische Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin (Archivfoto) Bild: dpa

Wenn ihm kein Überflugrecht gewährt werde, werde er Rumänien demnächst mit einem Bomber ansteuern, drohte der russische Regierungsvize Rogosin auf Twitter. Die Regierung in Bukarest findet das gar nicht witzig.

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          Der russische Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin hat im Ukraine-Konflikt einen diplomatischen  Nebenkriegsschauplatz eröffnet: Wie das rumänische Außenministerium am Samstag enthüllte, drohte Rogosin in einer Twitter-Nachricht  damit, bei Gelegenheit mit einem strategischen Bomber das rumänische Territorium anzusteuern, wenn ihm Überflugrechte mit einer zivilen Maschine verweigert werden.

          „Das rumänische Außenministerium vertritt die Ansicht, dass die  Drohung mit dem Einsatz eines russischen strategischen Bombers  durch einen russischen Vize-Ministerpräsidenten im aktuellen  Kontext eine ausgesprochen schwerwiegende Erklärung darstellt“,  heißt es in der Mitteilung des Außenamtes in Bukarest. Diese  Erklärung sei zu einem Zeitpunkt abgegeben worden, in dem die  Russische Föderation die territoriale Einheit der Ukraine verletzt  habe.

          „...das nächste Mal komme ich mit einer TU 160“

          Rogosin war am Freitag zu einer Militärparade in Transnistrien, einem östlichen Teilgebiet der Republik Moldau, geflogen, um dort an einer Militärparade teilzunehmen.

          Die Ukraine hatte Rogosin den  Überflug verweigert. In der Twitter-Nachricht Rogosins hieß es:  „Rumänien hat den Luftraum nach Aufforderung durch die USA für mein  Flugzeug gesperrt ... das nächste Mal komme ich mit einer TU 160.“  Die Tupolew 160 ist ein strategischer Langstreckenbomber. Das Außenministerium in Bukarest erinnerte daran, dass Rumänien Mitglied der EU und der Nato sei.

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