https://www.faz.net/-gpf-7yslt

Frankreich : Drohne überfliegt Elysée-Palast

  • Aktualisiert am

Nahe des Elysée-Palast sind die Sicherheitsvorkehrungen in den vergangenen Wochen ohnehin erhöht worden Bild: dpa

Eine Drohne unbekannter Herkunft hat den Sitz des Präsidenten François Hollande überflogen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, schließt einen terroristischen Hintergrund aber aus.

          Trotz der höchsten Terrorwarnstufe in Paris hat eine Drohne unbekannter Herkunft den Präsidentenpalast in der französischen Hauptstadt überflogen. Das Fluggerät habe den Elysée-Palast in der Nacht von Donnerstag auf Freitag „einige Sekunden lang“ überflogen, teilte die Präsidentschaft am Dienstag mit. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Ein terroristischer Hintergrund wird laut französischen Medienberichten jedoch ausgeschlossen.

          Die Polizei am Elysée-Palast habe die Drohne „sofort entdeckt“, hieß es am Sitz des Präsidenten François Hollande weiter. Die Drohne habe sich dann auch „umgehend vom Elysée entfernt“. Der Überflug ereignete sich rund eine Woche nach der islamistischen Anschlagsserie im Großraum Paris mit 17 Todesopfern.

          Nach einem Bericht des Fernsehsenders i-Télé soll die Drohne vom Innenministerium in der Nähe des Elysée-Palastes kommend über den Präsidentensitz in Richtung Place de la Concorde geflogen sein. Das Fluggerät, das zu klein gewesen sei, um etwa Sprengstoff transportieren zu können, möglicherweise aber eine Kamera, sei bisher nicht gefunden worden.

          In Frankreich hatte es im Herbst eine ganze Serie von Drohnen-Flügen über Atomkraftwerken gegeben. Bisher konnten die Urheber nicht ausfindig gemacht werden. Atomkraftgegner hatten in dem Zusammenhang jedoch auch vor dem Risiko der Vorbereitung eines terroristischen Angriffs auf eine Atomanlage gewarnt.

          Weitere Themen

          Neues Referendum bei No-Deal-Brexit Video-Seite öffnen

          Schottland droht : Neues Referendum bei No-Deal-Brexit

          Schottland hat für den Fall eines No-Deal-Brexits ein Unabhängigkeitsreferendum angekündigt. „Wir sollten dies dann 2020 ins Auge fassen“, sagte Sturgeon am Mittwoch bei einem Besuch in Berlin.

          Der Unbekannte

          John Boltons Nachfolger : Der Unbekannte

          Donald Trump hat Robert O’Brien als Nationalen Sicherheitsberater vorgestellt: Der aus Los Angeles stammende Anwalt beriet bereits Mitt Romney im Wahlkampf und ist als konservativer Kritiker Obamas zu verorten. Ein Porträt.

          Topmeldungen

          Plan für Klimaneutralität : Die Stunde der Klimaretter

          Am Freitag will die Regierung den Plan für ein klimaneutrales Deutschland beschließen. Was kommt da auf uns zu? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

          Geringer Inflationsdruck : Amerikanische Notenbank senkt Leitzins abermals

          Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung der Vereinigten Staaten hat die amerikanische Notenbank Fed ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Die Notenbanker fassten den Beschluss jedoch nicht einstimmig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.