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Senatswahl in Alabama : Demokrat Jones offiziell zum Sieger erklärt

  • Aktualisiert am

Geht nach Washington: Der Demokrat Doug Jones aus Alabama Bild: dpa

Die Anfechtung des Wahlergebnisses durch den republikanischen Verlierer Roy Moore hatte keinen Erfolg. Der Demokrat Doug Jones wird den Staat Alabama ab Januar in Washington vertreten.

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          Der Demokrat Doug Jones ist am Donnerstag offiziell zum Sieger über den Republikaner Roy Moore bei der Senatswahl im amerikanischen Bundesstaat Alabama erklärt worden. Die zuständige Kommission bestätigte das Ergebnis, demzufolge Jones den umstrittenen früheren Richter mit mehr als 22.000 Stimmen Vorsprung geschlagen hat. Rechtsexperten zufolge ist das Wahlkapitel damit endgültig geschlossen. Der amerikanische Vizepräsident Mike Pence wird somit den Demokraten am 3. Januar vereidigen.

          Für die Konservativen und den amerikanischen Präsidenten Donald Trump ist Moores Niederlage schmerzlich: Ihre Mehrheit im Senat in Washington schrumpft damit auf 51 zu 49 Stimmen.

          Moore hatte noch in letzter Minute versucht, seine Niederlage abzuwenden, indem er am Mittwochabend bei einem Gericht in Montgomery Beschwerde gegen das Ergebnis einlegte. Zur Begründung machte er möglichen Wahlbetrug geltend, der untersucht werden müsse. Der zuständige Richter wies die Beschwerde aber zurück.

          Moore hatte die Nachwahl in dem Südstaat am 12. Dezember überraschend gegen Jones verloren und weigerte sich seither hartnäckig, die Niederlage anzuerkennen. Der Abstimmung war ein erbitterter Wahlkampf vorausgegangen. Moore ist wegen seiner stramm konservativen Positionen höchst umstritten. Mehrere Frauen werfen ihm zudem sexuelle Belästigung vor. Er bestreitet das und spricht von einer Schmierenkampagne seiner politischen Gegner.

          Seiner Beschwerde bei Gericht fügte Moore eine eidesstaatliche Erklärung bei, wonach er sich einem Lügendetektortest unterzogen habe. Dieser habe bestätigt, dass die Vorwürfe „komplett falsch“ seien.

          Viele Republikaner in Washington waren im Wahlkampf auf Distanz zu dem ehemaligen Richter gegangen. Präsident Trump hatte sich dagegen für seine Wahl stark gemacht.

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