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Essen mit Antisemiten : Pence fordert Entschuldigung von Trump

  • Aktualisiert am

Donald Trump und Kanye West im Dezember 2016 in New York Bild: AFP

Donald Trump hätte seinen Tisch nicht mit Antisemiten teilen sollen, sagt dessen früherer Vize-Präsident Mike Pence. Trump solle um Verzeihung bitten, fordert er.

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          Der einst als treuer Stellvertreter des damaligen amerikanischen Präsidenten Donald Trump bekannte Republikaner Mike Pence hat seinen früheren Chef für ein Abendessen mit Rapper Kanye West kritisiert. Trumps Dinner, bei dem auch der rechtsextreme Nationalist Nick Fuentes dabei war, verlange nach einer öffentlichen Entschuldigung, sagte Pence am Montag dem Sender NewsNation. „Ich denke, der Präsident hat ein äußerst schlechtes Urteilsvermögen bewiesen, als er diesen Personen einen Platz am Tisch einräumte.“ Sowohl Fuentes als auch West, der sich mittlerweile Ye nennt, sind bekannt dafür, Verschwörungstheorien und antisemitische Parolen zu verbreiten.

          „Es war falsch von Präsident Trump, einem weißen Nationalisten, einem Antisemiten und einem Holocaust-Leugner einen Platz am Tisch zu geben, und ich denke, er sollte sich dafür entschuldigen“, sagte Pence. Er glaube zwar nicht, dass Trump ein Antisemit oder Rassist sei – sonst hätte er nicht für ihn gearbeitet. Allerdings sollte Trump die „hasserfüllte Rhetorik“ seiner Gäste öffentlich verurteilen.

          Trump hatte West und Fuentes vergangene Woche in seinem Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida empfangen. Als es daraufhin Kritik hagelte, behauptete er, Fuentes nicht gekannt zu haben. Über West schrieb Trump in dem von ihm mitgegründeten Netzwerk „Truth Social“: „Wie auch immer, wir kamen gut miteinander aus, er äußerte keinen Antisemitismus.“

          Der 63 Jahre alte Pence war einst ein loyaler Verbündeter Trumps, distanzierte sich aber zuletzt von seinem ehemaligen Vorgesetzten. Jüngst erklärte er, über eine Präsidentschaftskandidatur nachzudenken und dann auch bereit zu sein, gegen Trump anzutreten. Der 13 Jahre ältere frühere Präsident hatte vor knapp zwei Wochen erklärt, für die Republikaner 2024 noch einmal ins Rennen um das Weiße Haus gehen zu wollen.

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