https://www.faz.net/-gpf-9ierj

Vor Rückzug aus Syrien : Trump will von Erdogan Garantien für die Kurden

  • Aktualisiert am

Trumps Sicherheitsberater John Bolton Bild: dpa

Der Abzug der Amerikaner aus Syrien könnte länger dauern als bislang angenommen. Sicherheitsberater John Bolton richtet eine Mahnung an Ankara.

          1 Min.

          Die Vereinigten Staaten wollen vor ihrem angekündigten Truppenabzug aus Syrien von der Türkei Garantien für die in Syrien kämpfenden Kurden verlangen. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates (NSC) in Washington bestätigte am Sonntag Medienberichte, wonach Sicherheitsberater John Bolton dies vor seinem Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem bekanntgegeben habe. Die amerikanische Regierung ist unter anderem besorgt darüber, was mit ihren kurdischen Alliierten im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geschieht, sollte die Türkei sich stärker in Syrien einbringen.

          „Wir denken nicht, dass die Türken Militäroperationen unternehmen sollten, die nicht voll mit den Vereinigten Staaten abgestimmt sind und denen die Vereinigten Staaten nicht zugestimmt haben“, sagte Bolton den Berichten zufolge. Der amerikanische Präsident Donald Trump verlange ein entsprechendes Bekenntnis von seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan. „Es gibt Ziele, die wir erreichen wollen, die den Abzug aus Syrien beeinflussen“, sagte Bolton.

          Der Abzug der 2000 amerikanischen Soldaten könnte demnach deutlich langsamer vorangehen, als Trump dies in Aussicht gestellt hatte. „Zeitpläne entstehen aus der Erfüllung von Bedingungen und aus der Schaffung von Umständen, die wir sehen wollen“, sagte Bolton. Er deutete auch an, dass die amerikanische Präsenz im Süden Syrien länger erhalten werden könnte als die im Norden des Bürgerkriegslandes.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zögern in Wolfsburg: VW dürfte doch kein neues Werk in der Türkei bauen.

          F.A.Z. exklusiv : Bulgarien lockt VW mit mehr Geld

          Wegen der türkischen Offensive in Syrien legt VW Pläne für ein Werk nahe der Metropole Izmir auf Eis. Nun hofft Sofia, doch noch das Rennen um die begehrte Milliardeninvestition zu machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.