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Trump lädt Putin ein : Russland ist bereit für weitere Treffen mit Trump

  • Aktualisiert am

Putin blickt während der gemeinsamen Pressekonferenz auf Trump Bild: AFP

Nach der Kritik wegen seines Treffens mit Putin will Trump nun einen zweiten Gipfel – diesmal in Washington. Es wäre der erste Besuch eines russischen Präsidenten dort seit 2005. Auch Russland zeigt sich offen.

          Russland grundsätzlich bereit für weitere Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump. „Wir sind immer offen für solche Vorschläge“, sagte der russische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Anatoli Antonow, am Freitag in Moskau. „Wir müssen aber zunächst das Treffen (in Helsinki) verarbeiten und verstehen, was zwischen den beiden Präsidenten erreicht worden ist.“ Ständig im Dialog zu bleiben, fördere das gegenseitige Verständnis, sagte Antonow der Agentur Interfax zufolge.

          Nach anhaltender Kritik an seinem Gipfel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Helsinki hat der amerikanische Präsident Donald Trump den Kremlchef überraschend im Herbst nach Washington eingeladen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte am Donnerstag auf Twitter mit, Trump habe seinen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton mit der Einladung betraut. Eine offizielle Reaktion des Kremls auf die Einladung gab es zunächst nicht.

          Trumps Geheimdienstchef zeigt sich überrumpelt

          Der amerikanische Geheimdienstkoordinator Dan Coats zeigte sich von der Ankündigung des Weißen Hauses überrascht. „Sagen Sie das noch einmal“, antwortete Coats, als ihm eine Moderatorin des Fernsehsenders NBC vor laufender Kamera von der Einladung berichtete. „Ok, das wird speziell”, fuhr der Geheimdienstchef danach beim Gespräch am Rande des Aspen-Sicherheitsforums in Colorado fort. „Ich wusste davon nichts.“

          Auch wisse er immer noch nicht, was bei dem Treffen in Helsinki passiert sei. Es sei das „Vorrecht des Präsidenten“, seine Gespräche mit Putin für sich zu behalten, sagte Coats. Er machte jedoch deutlich, dass er mit Trumps Entscheidung zu einem Vier-Augen-Gespräch mit Putin nicht einverstanden gewesen sei. Er hätte „einen anderen Weg“ vorgeschlagen, sagte der Geheimdienstkoordinator.

          Coats erneuerte seine Vorwürfe gegen die Russen, denen er vorwirft, sich in inneramerikanische Angelegenheiten einzumischen. „Sie sind es, die versuchen, unsere Grundwerte zu untergraben, uns von unseren Alliierten zu entzweien, bei unserem Wahlprozess Chaos anzurichten.“

          Demokraten fordern Aufklärung über Helsinki-Treffen

          Die amerikanische Opposition forderte Trump dazu auf, vor einem weiteren Gipfel aufzuklären, was er im Vieraugengespräch mit Putin in Helsinki besprochen hat. Vorher dürfe Trump Putin nicht erneut hinter verschlossenen Türen treffen, verlangte der Oppositionsführer im Senat, der Demokrat Chuck Schumer, und zwar weder „in den Vereinigten Staaten, in Russland oder sonstwo“. Die Oppositionsführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, spielte wiederholt darauf an, dass Putin belastendes Material gegen Trump in der Hand haben könne. „Womit erpresst Putin Präsident Trump, persönlich, politisch oder finanziell?“, fragte sie.

          Trump hatte am Donnerstag auf Twitter Kritik an dem „sehr erfolgreichen“ Gipfel mit Putin in Helsinki zurückgewiesen und geschrieben: „Ich freue mich auf unser zweites Treffen, damit wir damit beginnen können, einige der vielen diskutierten Themen umzusetzen.“ Sollte Putin tatsächlich nach Washington kommen, wäre es sein erster Besuch im Weißen Haus seit September 2005, als George W. Bush noch Präsident der Vereinigten Staaten war.

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