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Nach neuen Massenprotesten : Trump warnt China vor Gewalt in Hongkong

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump Bild: Reuters

Sollte es „einen weiteren Tiananmen-Platz“ geben, wäre es „sehr schwierig“, ein Handelsabkommen zu schließen, erklärte der amerikanische Präsident vor Journalisten. Ob er die Demonstranten in Hongkong unterstütze, ließ Trump jedoch offen.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat China angesichts der Massenproteste in Hongkong vor dem Einsatz von Gewalt gewarnt. Eine Niederschlagung der Proteste wie auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 würde die Handelsgespräche zwischen China und den Vereinigten Staaten schwer belasten, sagte Trump am Sonntagnachmittag. Sollte es „einen weiteren Tiananmen-Platz“ geben, wäre es „sehr schwierig“, ein Handelsabkommen zu schließen. Er sagte, er habe Vertrauen in Chinas Präsidenten Xi Jinping, die Krise auf menschliche Art zu lösen.

          „Es wäre für mich viel schwieriger, ein Abkommen zu unterzeichnen, wenn er in Hongkong Gewalt anwenden würde“, sagte Trump mit Blick auf Xi. Die Vereinigten Staaten und China befinden sich in einem bitteren Handelskonflikt und bemühen sich um den Abschluss eines umfassenden Handelsabkommens. Auf die Frage nach Unterstützung der Vereinigten Staaten für die Demonstranten in Hongkong wich Trump aus, betonte jedoch, er unterstütze Freiheit und Demokratie.

          In Hongkong waren am Sonntag trotz der Drohungen Chinas wieder hunderttausende Menschen gegen die pekingtreue Regierung auf die Straße gegangen. Die chinesische Regierung hat den Demonstranten zuletzt immer unverhohlener gedroht. So brachte sie die Demonstranten mit „Terrorismus“ in Verbindung und schickte Truppen an die Grenze.

          Hongkong gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China. Als Sonderverwaltungszone hat es eigentlich noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte garantiert, um die viele Bewohner nun fürchten. Inzwischen wächst die Angst vor einem chinesischen Militäreinsatz wie bei der Niederschlagung der chinesischen Demokratiebewegung 1989 auf dem Pekinger Tiananmen-Platz. Wie viele Menschen damals durch die Armee getötet wurden, ist bis heute unklar – Schätzungen reichen von mehreren hundert bis zu mehr als tausend Todesopfern.

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