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Liz Cheney : Wie sich Trump an einer strammen Konservativen rächt

  • -Aktualisiert am

Mit 31 zu 29 Stimmen entschied sich der republikanische Landesverband in Wyoming dafür, Liz Cheney nicht mehr als Republikanerin anzuerkennen. Bild: AP

Liz Cheney, eine der wenigen republikanischen Trump-Kritikerinnen, wird von ihrer Partei verstoßen. Doch nicht nur sie macht sich Sorgen über Trumps mögliches Comeback bei der Präsidentenwahl 2024.

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          An ihren politischen Positionen liegt es nicht. Obwohl Liz Cheney eine stramme Rechtskonservative ist, hat die republikanische Partei in Wyoming ihre eigene Abgeordnete nun verstoßen. Mit 31 zu 29 Stimmen entschied sich der Landesverband dafür, die Tochter des früheren amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney nicht mehr als Republikanerin anzuerkennen. Damit geht Donald Trumps Rachefeldzug gegen die Fünfundfünfzugjährige in eine neue Runde – und er zeigt wieder einmal, wie stark seine Machtbasis in der Partei ist. Cheney kann im kommenden Jahr wohl nach wie vor bei der republikanischen Vorwahl antreten – aber Trump wirbt bereits für ihre Herausforderin Harriet Hageman.

          Liz Cheney ist eine der wenigen Konservativen, die sich schon seit längerer Zeit offen gegen Trump stellen. Die Abgeordnete stimmte gemeinsam mit neun anderen Republikanern nach dem Angriff von Trump-Anhängern auf das Kapitol am 6. Januar für dessen Amtsenthebung. Die Republikaner zogen sie daraufhin von ihrem Posten als Nummer Drei der Fraktionsspitze ab und ersetzten sie durch Elise Stefanik aus New York. In einer Rede in New Hampshire sagte Cheney kürzlich, dass Trump mit seinen Lügen vom „Wahlbetrug“ eine Gefahr für die Demokratie sei. Man habe es mit einer nie zuvor dagewesenen „heimischen Bedrohung“ zu tun. Die Abgeordnete warf vielen in ihrer Partei vor, „willige Geiseln dieses gefährlichen und irrationalen Mannes“ zu sein. Trump entgegnete ihr, sie gefährde die „Freiheit“. Er wiederholte seine Lüge, dass der Wahlsieg von Joe Biden im vergangenen Jahr durch Betrug zustande gekommen sei. Diesem „Verbrechen des Jahrhunderts“ habe Cheney sich „gebeugt“.

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