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Donald Trump : „Ich schlage gerne zurück“

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Polarisiert: der republikanische Bewerber als Präsidentschaftskandidat, Donald Trump Bild: AP

Konkurrenten sind „Clowns“, Parteifreundinnen wegen ihres Gesichts „unwählbar“: Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur zieht der Republikaner Donald Trump vom Leder. Völlig ungeeignet als Präsident, finden Kritiker. Jetzt wehrt sich Trump.

          Der republikanische amerikanische Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur und Milliardär Donald Trump hat die wachsende Kritik zurückgewiesen, er sei wegen seines exzentrischen Verhaltens und seines aggressiven Wahlkampfs nicht geeignet als Präsident. In einem Interview mit seinem ihm in herzlicher Abneigung verbundenen Sender „Fox News“ sagte Trump am Mittwoch auf Vorwürfe, er müsse sich „freundlicher“ und „reifer“ verhalten, das Wort „reifer“ sei „unangemessen“.

          Trump war im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner schon mehrfach durch unflätige und deftige Bemerkungen über Konkurrenten aufgefallen.Erst am Freitag hatte er seinen republikanischen Rivalen Marco Rubio bei einer Konferenz als „Clown“ bezeichnet. Trump sagte, Rubio habe ihn ohne Grund „bösartig“ attackiert. „Ich bin einfach jemand, der gerne zurückschlägt“, sagte Trump. Er gestand aber ein, er verstehe, dass die Bezeichnung „Clown“ auf Befremden gestoßen sei.

          Schon am Dienstag hatte Trump eingestanden, dass seine Rhetorik im Kampf um die amerikanische Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner nicht immer politisch korrekt sei. „Wahrscheinlich ist sie ein bisschen kindisch“, sagte Trump in einem Interview des Senders CNN in New York am Montag (Ortszeit). „Aber wissen Sie was? Das ist ein Wahlkampf“, fügte er hinzu. Erst am Montag hatte Trump seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton mit den Worten kritisiert: „Sie wird wahrscheinlich als die schlechteste Außenministerin in die Geschichte eingehen.“

          „Es ist gut, wenn Putin den IS bekämpft“

          Trump äußerte sich in dem Interview mit „Fox News“ auch zur amerikanischen Außenpolitik und sagte, er sehe die Debatte um russische Truppen in Syrien als Hilfe für den syrischen Diktator Baschar al-Assad „entspannt“. Trump erinnerte an die Kosten des Irak-Einsatzes für die Vereinigten Staaten und sagte, Putin führe jetzt lediglich zu Ende, was die Amerikaner begonnen hätten. „Es ist gut, wenn Putin den Islamischen Staat bekämpft. Das hat nur wenige Nachteile.“

          Laut einer Umfrage der Quinnipiac University kam Trump zuletzt auf eine Zustimmung von 43 Prozent. Er lag damit nur knapp hinter Clinton mit 45 Prozent. Trump gilt als einer der reichsten Männer der Vereinigten Staaten. Das Magazin „Forbes“ schätzt sein Vermögen auf 4,5 Milliarden Dollar. Nach eigenen Angaben besitzt der Immobilien-Tycoon zehn Milliarden Dollar.

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