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Attentat in New York : Eine Lachnummer

Donald Trump macht sich über die amerikanische Justiz lustig und fordert die Todesstrafe für den Attentäter von New York. Er will das Prinzip der Gewaltenteilung einfach nicht begreifen.

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          Welche Strafe gegen den Attentäter von New York verhängt wird – und ob überhaupt –, entscheidet ein Gericht. In Ländern, in denen Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung zum Kern der inneren Ordnung gehören, tut das nicht die Regierung. Dem Präsidenten Trump passt das nicht; er hat wiederholt Richter verunglimpft, die es „wagten“, nicht in seinem Sinne zu urteilen.

          Für den Attentäter, der mit seinem Wagen acht Menschen getötet hat und gegen den die Staatsanwaltschaft Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation gestellt hat, fordert er die Todesstrafe. Aber das zu fordern ist nicht seines Amtes.

          Trump will das Prinzip der Gewaltenteilung einfach nicht begreifen, es ist ihm gleichgültig. Das amerikanische Justizwesen nennt er, der Präsident, einen Witz, eine Lachnummer. Der Mordfahrer verdient kein Mitleid. Dass er in seinem Krankenzimmer eine Fahne der Terrormiliz IS aufhängen will, verrät seine menschenverachtende, islamistische Gesinnung.

          Aber über sein Schicksal entscheidet nicht Trump. Er ist Oberbefehlshaber der Nation (und zügelloser Obertwitterer), nicht ihr Oberrichter.

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