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Diplomatie : Trump bietet China Nordkorea-Deal an

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Flugzeugträger Carl Vinson nimmt Kurs auf die Koreanische Halbinsel. Bild: AFP

Der amerikanische Präsident wirft China keine Währungsmanipulation mehr vor. Stattdessen bietet er bessere Handelskonditionen an, wenn die Volksrepublik den Druck auf Nordkorea erhöht. Dort ist der nächste Atomtest wohl schon vorbereitet.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat abermals eine Kehrtwende vollzogen und will China angesichts des Nordkorea-Konflikts keine Währungsmanipulation mehr vorwerfen. „Sie sind keine Währungsmanipulatoren“, sagte Trump in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“. China habe seine Währung seit Monaten nicht manipuliert. Außerdem wolle er Gespräche mit Peking zur Beilegung des Konflikts um das nordkoreanischen Atomprogramm nicht gefährden.

          Trump hatte China zuvor wiederholt vorgeworfen, seine Währung zu manipulieren, um so die eigene Wirtschaft auf unfaire Weise im internationalen Wettbewerb zu stützen. Er hatte deshalb im Wahlkampf angekündigt, die Volksrepublik noch am ersten Tag seiner Präsidentschaft als „Wechselkursfälscher“ zu brandmarken. Nun will Trump die Handels- und Währungspolitik mit der Nordkorea-Frage verknüpfen. „Ich habe dem chinesischen Präsidenten erklärt, dass ein Handelspakt für sie deutlich besser ausfällt, wenn sie das Nordkorea-Problem lösen.“

          In den vergangenen Wochen waren die Spannungen zwischen dem isolierten kommunistischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten eskaliert. Nach mehreren nordkoreanischen Raketentests schickte Amerika einen Flottenverband mit dem Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ in die Region.

          Nächster Atomtest wohl schon vorbereitet

          Der nächste Atomwaffentest Nordkoreas könnte nach Einschätzung von Beobachtern unmittelbar bevorstehen. Das Testgelände Punggye Ri im Nordosten Nordkoreas sei „vorbereitet und bereit“, erklärten die Experten der Gruppe „38 North“ von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Auf Satellitenbildern vom Mittwoch seien „andauernde Aktivitäten“ am Nordportal der Anlage, „neue Aktivitäten“ im Hauptverwaltungsbereich und „einige Mitarbeiter“ am Kommandozentrum zu
          sehen gewesen.

          Spannungen mit Amerika : Nordkoreaner zeigen sich unbeeindruckt

          Wie der amerikanische Auslandssender „Voice of America“ am Mittwochabend unter Berufung auf amerikanische Regierungsvertreter und andere Quellen berichtete, wurde „offenbar“ bereits ein atomarer Sprengsatz in einen Tunnel geschoben. Er könne am Samstagmorgen nordkoreanischer Zeit gezündet werden. Am Samstag wird in Nordkorea der 105. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung gefeiert.

          Das Testgelände Punggye Ri befindet sich in einer abgelegenen bergigen Region 200 Kilometer von der russischen und 100 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt. Die Anlage wird regelmäßig von Aufklärungssatelliten fotografiert.

          Warnung vor schmutziger Bombe

          Auch China erhöhte zuletzt den Druck gegenüber Nordkorea und stoppte die Kohle-Importe aus dem Land. Gleichzeitig warnt es die Vereinigten Staaten aber vor einem gefährlichen Militärschlag gegen Nordkorea. In einem Kommentar der englischsprachigen Zeitung „Global Times“, die vom kommunistischen Parteiorgan „Volkszeitung“ herausgegeben wird, hieß es am Donnerstag: „Militäraktionen gegen Nordkorea zu unternehmen, ist sehr viel riskanter als einen Raketenangriff gegen Syrien zu starten.“

          Der amerikanische Präsident Donald Trump möge den Druck auf Pjöngjang erhöhen wollen
          und die Erwartung erzeugen, militärisch vorgehen zu wollen. „Aber wenn Pjöngjang einen verzweifelten Gegenschlag unternimmt, wird Washington in einem Dilemma gefangen.“ Nordkorea sei in der Lage, Südkorea „einen schweren Schlag zu versetzen“, warnte das Blatt.

          Ungeachtet von Nordkoreas atomaren Fähigkeiten könnte der Einsatz einer „schmutzigen Bombe“ gegen Südkorea schwere nukleare Verseuchung verursachen, die für den Verbündeten der Vereinigten Staaten „unerträglich“ sein werde.

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