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Afghanistan-Friedensprozess : Taliban wollen Gewalt reduzieren

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Eine Delegation der Taliban in Doha Bild: AFP

Die Taliban verpflichten sich bei einer Konferenz in Qatar, keine weiteren Zivilisten zu töten und den Frauen im Land grundlegende Rechte zuzugestehen. Rechtlich bindend ist die Vereinbarung aber nicht.

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          Die aufständischen Taliban in Afghanistan haben einem politischen Handlungsplan zugestimmt, der den fast 18 Jahre andauernden Konflikt am Hindukusch beenden soll. Wie der afghanische Fernsehsender „Tolo News“ am Dienstag berichtete, billigten die Delegation der Taliban und Delegierte aus der Hauptstadt Kabul eine entsprechende Vereinbarung auf einer zweitägigen Konferenz in Qatar.

          Die Taliban verpflichteten sich unter anderem, keine Zivilisten mehr zu töten und versicherten, dass die afghanischen Frauen auch in Zukunft fundamentale Rechte im politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben „im Einklang mit den islamischen Werten“ ausüben dürften.

          Die Vereinbarung ist rechtlich nicht bindend, sie soll aber als Rahmen für weitere Verhandlungen zwischen den Taliban und Delegierten der afghanischen Regierung dienen. Die Regierung war bei den zahlreichen Verhandlungsrunden in der qatarischen Hauptstadt Doha offiziell kein Teilnehmer, da die Taliban ihr die Legitimität absprechen. Delegierte der Regierung nahmen daher nur als Privatpersonen an den Gesprächen teil.

          Organisiert wurden die Verhandlungen von den Vereinigten Staaten unter Leitung des Sonderbeauftragten Zalmay Khalilzad. Gleichzeitig gehen auch Gespräche zwischen den Taliban und den Vereinigten Staaten in Doha weiter.

          Erst vor gut einer Woche hatten die Taliban in der Hauptstadt Kabul einen schweren Anschlag in der Nähe eines Komplexes des Verteidigungsministeriums verübt, bei dem mindestens ein Dutzend Zivilisten ums Leben kam und mehr als 100 – darunter viele Kinder – verletzt wurden.

          Die Vereinten Nationen hatten danach abermals an die Aufständischen appelliert, das Leben von Zivilisten zu schützen. Bei dem Konflikt am Hindukusch sind im vergangenen Jahr rund 3800 Zivilisten ums Leben gekommen.

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