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Übergriffe auf Journalisten : DJV rät Korrespondenten in Hongkong zu größter Vorsicht

  • Aktualisiert am

Ein Demonstrant reagiert am Donnerstag in Hongkong während eines Protests auf den Einsatz der Polizei. Bild: dpa

Niemand könne mehr für die Sicherheit von Berichterstattern garantieren, so der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands. Überall könne man zwischen die Fronten geraten.

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          Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) rät in Hongkong tätigen Korrespondenten zu „größter Vorsicht“. Berichten zufolge gebe es vermehrt Übergriffe auf Journalisten in der chinesischen Sonderwirtschaftszone, erklärte die Organisation am Donnerstag. So sei etwa ein Reporter der chinesischen Zeitung „Global Times“ am Hongkonger Flughafen mit Kabelbindern gefesselt, geschlagen und misshandelt worden.

          „In Hongkong kann derzeit offenbar niemand für die Sicherheit von Korrespondenten garantieren“, beklagte der DJV-Vorsitzende Frank Überall. „Deshalb ist äußerste Vorsicht bei Vor-Ort-Recherchen das Gebot der Stunde.“

          Nur erfahrene und mit China vertraute Korrespondenten könnten aus Hongkong berichten, fügte Überall hinzu. „Bei aller Erfahrung und Routine müssen die Kollegen darauf achten, dass sie nicht zwischen die Fronten geraten.“ Überall riet den in Hongkong tätigen Journalisten, regelmäßig Kontakt zur Botschaft ihres Heimatlandes zu suchen. Dies sei eine wichtige Vorsichtsmaßnahme.

          In der Sonderverwaltungszone Hongkong gibt es seit zehn Wochen Demonstrationen gegen die pekingtreue Regierung. Dabei kam es mehrmals zu gewaltsamen Zusammenstößen. Zuletzt nahm außerdem die Furcht vor einem militärischen Eingreifen Pekings zu.

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