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Von Estland lernen : Der lange Weg zur digitalen Schule

Nicht ohne die alte Tafel: Ein Schüler des Gustav-Adolf-Gymnasiums schreibt heute am Smartboard, manchmal aber auch noch mit Kreide. Bild: Ingrid Maadvere

In Estland kann man beobachten, wie Technik den Unterricht bereichern kann – Teil des Erfolgs ist ein Handyverbot auf dem Schulhof. Doch es gibt auch Maßnahmen, die in Deutschland wohl keiner sehen will.

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          Soll ich euch mit meiner Chipkarte reinlassen?“, fragt ein Grundschüler. Rasch gelangen die Besucher in die Aula, die wie die gesamte Schule licht und gläsern ist. Sie dient zugleich als Mensa und Veranstaltungsort. „Hier ist es lange genug dunkel und kalt, wir wollten wenigstens mit dem transparenten Baustil mediterrane Gefühle wecken“, sagt Ingrid Maadvere, die Bildungstechnologin und IT-Beauftragte des Gustav-Adolf-Gymnasiums in Tallinn, einer Schule mit 12 Jahrgangsstufen und insgesamt 1300 Schülern.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Die Digitalisierung hat hier schon in den neunziger Jahren begonnen, auch deshalb ist das Gymnasium eine Vorreiterschule, die 2016 von der Regierung als „Digitally Active School“ ausgezeichnet wurde. Maadvere ist für die Didaktik und den klugen Einsatz der digitalen Medien zuständig. Und da hat sie selbst im hochentwickelten Estland und an dieser Schule viel zu tun.

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