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Jäger und Gejagte in Kamerun : Die Wirklichkeit deutscher Entwicklungshilfe

Baka-Frauen auf der Suche nach Pilzen, Pflanzen und Kleintieren. Das Bild stammt aus einem „PhotoVoice“-Projekt, bei dem die Einheimischen ihren Alltag fotografieren. Bild: Seminar für Ländliche Entwicklung an der Humboldt-Universität zu Berlin

Frustrierte Wildhüter, desillusionierte Bewohner: Die Einrichtung von Nationalparks in Entwicklungsländern soll der Natur ebenso wie der Bevölkerung helfen, schürt stattdessen aber oft Konflikte.

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          Wenn die Naturschützer kommen und Nationalparks in Entwicklungsländern unterstützen, wird alles besser: Wildhüter vertreiben Wilderer, retten Elefanten und Affen. Und die lokale Bevölkerung profitiert von Arbeitsplätzen im Ökotourismus, von Schulen, Brunnen und anderen Entwicklungsprojekten. Einnahmen werden fair verteilt.

          Stefan Tomik

          Redakteur in der Politik.

          Das ist jedenfalls die Theorie. Doch Anspruch und Wirklichkeit in den von Deutschland mitfinanzierten Nationalparks gehen manchmal weit auseinander. Das haben schon die Fälle von Menschenrechtsverletzungen in Nepal und Kongo gezeigt, die kürzlich bekanntwurden. Dort hatten Ranger mutmaßliche Wilderer gefoltert und getötet. Auch in anderen Staaten, etwa in Kamerun, verbreiteten Wildhüter Angst und Schrecken. Eine bislang unveröffentlichte Studie erhellt nun die Hintergründe, vor denen sich solche Menschenrechtsverletzungen ereignen.

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