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Konflikt im Gazastreifen : Waffenruhe zwischen „Islamischem Dschihad“ und Israel hält bislang

  • Aktualisiert am

Das israelische Luftabwehrsystem „Iron Dome“ fängt am 7. August vom Gazastreifen abgefeuerte Raketen ab. Bild: Reuters

Drei Tage bekämpften sich das israelische Militär und die Terrororganisation „Islamischer Dschihad“. Mehr als 40 Palästinenser wurden dabei getötet. Ägypten half bei der Aushandlung einer Waffenruhe.

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          Die Waffenruhe zwischen Israel und der militanten Palästinenserorganisation „Islamischer Dschihad“ (PIJ) wird bislang eingehalten. Das berichteten Nachrichtenagenturen am Montag. Die von Ägypten vermittelte Feuerpause war am späten Sonntagabend nach dreitägigen Kämpfen in Kraft getreten. Der Schlagabtausch zwischen Israel und dem „Islamischen Dschihad“ dauerte bis zum Beginn der Waffenruhe um 23.30 Uhr Ortszeit (22.30 Uhr MESZ) an.

          Beide Seiten hatten zuvor separat ein Ende der Angriffe verkündet und dankten Ägypten für die Vermittlung. Der „Islamische Dschihad“ poche auf sein Recht, „auf jede israelische Aggression zu reagieren“, teilte die Palästinenserorganisation mit. Auch Israel betonte, man werde im Fall von Verstößen hart reagieren.

          Angriffe seit Freitag

          Das israelische Militär hatte am Freitag die Militäraktion „Morgengrauen“ mit Luftangriffen gegen den „Islamischen Dschihad“ im Gazastreifen gestartet. Im Zuge der Militäroperation der israelischen Armee in dem Küstenstreifen wurden Taisir al-Jabari und Khaled Mansour durch Raketentreffer getötet. Sie waren die Kommandeure der nördlichen und der südlichen Gaza-Division der islamistischen Organisation. Die israelische Armee schaltete nach eigenen Angaben mit dem Einsatz die militärische Führungsriege des „Islamischen Dschihads“ aus. Die eng mit Israels Erzfeind Iran verbundene Gruppe wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

          Bild: sie.

          Seit Freitag hatten militante Palästinenser daraufhin nach Militärangaben mehr als 900 Raketen auf israelische Ortschaften gefeuert. 160 davon seien im Gazastreifen selbst eingeschlagen.

          Im Gazastreifen erhöhte sich die Zahl der Opfer auf 44 Tote und 360 Verletzte seit Freitag, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Sonntagabend mit. Unter den Toten waren den Angaben zufolge auch 15 Kinder und vier Frauen. Die Palästinenser machten Israel dafür verantwortlich. Israels Armee betonte dagegen, fehlgeleitete Raketen des „Islamischen Dschihads“ hätten zivile Opfer im Gazastreifen gefordert.

          Die Raketenangriffe auf israelische Ortschaften dauerten am Sonntagabend bis zur letzten Minute an. Auch in der Küstenmetropole Tel Aviv hatten am Abend noch die Alarmsirenen geheult. Fast alle Geschosse, die israelische Wohngebiete bedrohten, konnten aber nach Militärangaben von der Raketenabwehr Iron Dome abgefangen werden. Die israelische Armee setzte ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen ebenfalls bis zuletzt fort.

          Nach israelischen Angaben plante der „Islamische Dschihad“ vor dem Militäreinsatz eine Attacke mit Panzerabwehrraketen im Grenzgebiet zum Gazastreifen. Israel sperrte über mehrere Tage hinweg Gebiete am Rande des Küstenstreifens ab und erhöhte die Alarmbereitschaft.

          Die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas hatte sich in dem Konflikt dagegen weitgehend zurückgehalten. Israel hatte nach Einschätzung von Kommentatoren die Sorge, die islamistische Gruppierung könnte in die Kämpfe verwickelt werden, sollten diese länger andauern. Sie verfügt nach israelischen Informationen über deutlich mehr und weiter reichende Raketen als der „Islamische Dschihad“, die zweitstärkste militärische Kraft im Gazastreifen.

          Ägypter reisten nach Gaza

          Eine ranghohe ägyptische Delegation war am Abend in Gaza eingetroffen, um über Details der Waffenruhe zu verhandeln. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Es soll in der Einigung auch um die Freilassung zweier palästinensischer Häftlinge in Israel gehen, darunter der Anführer des „Islamischen Dschihads“ Bassem Saadi.

          Israelische Medien berichteten dagegen, Israel habe für die Waffenruhe keine Bedingungen akzeptiert. Es solle lediglich das Prinzip „Ruhe im Gegenzug für Ruhe“ herrschen. Ägypten hatte vergangenes Jahr auch eine Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Hamas nach einem Waffengang über elf Tage vermittelt.

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