https://www.faz.net/-gpf-9tq6t

Finanzskandale im Vatikan : Wenn der Peterspfennig zum Justizfall wird

Im Zentrum der katholischen Christenheit: Der Petersdom in Rom Bild: AP

Auch unter Papst Franziskus sind die die Finanzen des Vatikans undurchsichtig geblieben. Nur soviel scheint fest zu stehen: die Lage ist desaströs.

          3 Min.

          Über Geld redet der Vatikan nicht gerne, schließlich soll der Glaube im Vordergrund stehen. Doch zuletzt sah sich dessen oberster Immobilienverwalter zu einer ungewöhnlichen Erklärung genötigt: Bischof Nunzio Galantino widersprach der Behauptung, dass der Vatikan kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehe. Er reagierte damit auf ein Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi, dem interne vatikanische Unterlagen zugespielt worden waren, die ein desaströses Bild der vatikanischen Finanzen vermitteln. Überprüfen lässt sich Galantinos Aussage nicht, weil der Vatikan noch nie detaillierte Bilanzen veröffentlicht hat.

          Thomas Jansen

          Redakteur in der Politik.

          Doch auch Galantinos Dementi klang wenig beruhigend. Denn im gleichen Atemzug gestand der Präsident der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (Apsa) ein, dass seine Behörde, die 2400 Wohnungen und 600 Geschäfts- und Büroräume vor allem in Rom und Castel Gandolfo vermietet, das vergangene Jahr mit einem Defizit von 22 Millionen Euro abgeschlossen habe.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+