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Ziel geopolitischer Interessen : Die Tragödie der Arktis

Offshore-Ölförderplattform Prirazlomnaya im Mai 2016 in Petschorasee, Russland Bild: Anadolu

Je schneller das Eis in der Arktis schmilzt, desto größer werden die konkurrierenden Begehrlichkeiten. Man kann an diesem Theater ablesen, wie sich die politischen Interessen verschoben haben.

          Schlechtes Theater. Wie will man es sonst nennen, was derzeit in der Arktis aufgeführt wird? Grönland wird zur politischen Weltbühne, weil der amerikanische Präsident seinen Online-Spieltrieb nicht im Griff hat und die Insel nach Monopoly-Art zum Kaufobjekt erklärt. Gleichzeitig zelebriert Island eine Trauerfeier für einen Gletscher, der Opfer des Klimawandels geworden ist, Bundeskanzlerin Merkel kondoliert vor Ort und ist danach von der Schönheit der Natur ganz ergriffen. So enden Dramen: in Schönheit untergehen. Tatsächlich ist die Arktis davon nicht mehr weit entfernt, ökologisch wie politisch.

          Erst aber geht das Theater munter weiter. In wenigen Wochen wird von Bremerhaven aus die größte Nordpolarexpedition aller Zeiten in See stechen. Siebzehn Nationen werden an Bord sein, wenn die „Polarstern“ nach Sibirien aufbricht und sich von dort aus, eingefroren im Meereis, mit der Transpolardrift am Nordpol vorbeitreiben lässt, um sich ein Jahr später am anderen Ende – kurz vor Grönland – wieder vom tauenden Eismeer ausspucken zu lassen. So gewaltig ist der Aufwand dafür, logistisch wie im Hinblick auf die erhofften Erkenntnisse, dass man den alten, von Kooperation geprägten Geist im hohen Norden wiederzuerkennen glaubt.

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          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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