https://www.faz.net/-gpf-acpa7

Niederlage der PiS : Eine Wahl von symbolischer Bedeutung

Ein Blick auf Rzeszów im Südosten Polens, aufgenommen am 22. Mai. 2021 Bild: EPA-EFE

Der Südosten Polens ist eigentlich eine Hochburg der regierenden Rechten. Nun hat die liberale Opposition dort eine Bürgermeisterwahl zur Abstimmung über das Ende „der undemokratischen Herrschaft“ stilisiert .

          3 Min.

          Polen schaut seit dem Wochenende auf Rzeszów, die Hauptstadt des Karpatenvorlands. Die Gegend ist eine der konservativsten Regionen Polens, ein Stammland der nationalkonservativen Regierungspartei PiS. Und ausgerechnet in Rzeszów hat am Sonntag der gemeinsame Kandidat der vier wichtigsten Oppositionsparteien spektakulär die Bürgermeisterwahl gewonnen.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Welche landesweite symbolische Bedeutung sowohl die Regierung als auch die Opposition der Wahl in der Stadt beimaßen, die mit knapp 200.000 Einwohnern unter den größten Kommunen Polens nur auf Platz 17 kommt, zeigte daran, dass führende Politiker beider Seiten zum Wahlkampf nach Rzeszów kamen. So etwa der PiS-Vorsitzende Jaroslaw Kaczynski und Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, die der Stadt finanzielle Unterstützung aus Warschau für den Fall eines Siegs der PiS-Kandidatin versprachen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Flutwarnung in Ahrweiler : Warum wurde nicht evakuiert?

          Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die Verantwortlichen im Kreis Ahrweiler früher gehandelt hätten. Der rheinland-pfälzische Innenminister verspricht, den Katastrophen-Abend aufzuklären.
          Armin Laschet am 20. Juli in Bad Münstereifel

          CSU in Sorge : Kann das mit Laschet gut gehen?

          Die Werte für die Union fallen, die Nervosität wächst. In CDU und CSU hält mancher Armin Laschet für zu passiv. Und Markus Söder feuert wieder. Denn es gibt ein Schreckensszenario.