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Die Nato wird 70 : Ein unersetzliches Bündnis

Marineschiffe der Nato bei einem Manöver vor der norwegischen Küste (Archivbild) Bild: Flotex 2015

Die Nato ist siebzig Jahre nach ihrer Gründung alles andere als obsolet. Aber auch ihre Probleme sind geblieben. Donald Trump hat eines davon vergrößert.

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          Der trockenste Spruch über den Zweck der Nato stammt, wie könnte es anders sein, von einem Briten. Das Bündnis solle, so der erste Generalsekretär Hastings Ismay, „die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten“ halten. Mit „to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down“ waren die Interessen der europäischen Mitglieder des Bündnisses bei seiner Gründung vor siebzig Jahren prägnant beschrieben. Zwei der drei Zielsetzungen gelten noch immer. Die dritte wird heutzutage nicht mehr genannt, ganz vergessen ist aber auch sie nicht.

          Die Nato kam am 4. April 1949 in Washington zur Welt. Zwölf Außenminister standen an ihrer Wiege. Gezeugt worden war das Bündnis von der Furcht vor Josef Stalin und dem Willen, sich gegen den Sowjetkommunismus zu behaupten. Der Moskauer Diktator hatte den Sieg über Hitler dazu genutzt, seine Herrschaft bis an die Elbe auszudehnen. Stalins Begehrlichkeit reichte jedoch darüber hinaus. Die Westeuropäer waren nach dem Zweiten Weltkrieg zu schwach, um sich allein gegen die zunehmend aggressive Politik des Kremls und seine Panzerdivisionen zu verteidigen. Erst das Bündnis mit den Vereinigten Staaten gab dem freien Teil Europas den – mit Nuklearwaffen – abgesicherten Rückhalt und die strategische Tiefe, die Moskau von einem weiteren Vordringen nach Westen abhalten konnten.

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