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Klimakonferenz von Madrid : Mit leeren Händen

  • -Aktualisiert am

Demonstration in Madrid am Rande der Klimakonferenz Bild: AP

Besser keine Einigung als eine schlechte: Es ist gut, dass die EU und andere bei der Klimakonferenz hart geblieben sind. Der Gipfel in Madrid war dennoch der schwächste seit dem Desaster von Kopenhagen.

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          Diesen Notfall hatte das Europaparlament kaum im Sinn, als es Ende November den „Klimanotstand“ ausrief. Jetzt hat der 25. Weltklimagipfel in Madrid die Not mit dem Klima auf den Punkt gebracht: Es fehlt nicht an Demonstrationen, Deklamationen und Deklarationen, es fehlt den Staaten an der Bereitschaft, tätig zu werden, den Verhandlungspartnern das gegenseitige Vertrauen. Dass die Verabredungen zur Konkretisierung des Pariser Klimavertrages so dünn ausgefallen sind, wäre zu verschmerzen, würde die Art und Weise, wie sie zustande gekommen sind, nicht den Verhandlungsprozess diskreditieren.

          Die ganze Fadheit des nach anderthalbtägiger Verlängerung zusammengezimmerten Formelkompromisses macht eine Formulierung deutlich. Demnach „betonen“ die Teilnehmer „nochmals dringend“ die Notwendigkeit, wie geplant im kommenden Jahr in Glasgow, die – bekanntermaßen unzureichenden – selbstgesetzten Ziele zur Senkung ihrer CO2-Emissionen zu verschärfen. Viel schwächer kann Sprache für eine Selbstverpflichtung nicht ausfallen. Wer angesichts der tausendfach beschriebenen und belegten, nicht nur mess-, sondern spürbaren Klimaveränderungen noch einer solchen „Betonung“ bedarf, der muss auch nach den eigenen Maßstäben ziemlich ignorant sein.

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