https://www.faz.net/-gpf-a6300

FPÖ und Identitäre Bewegung : „Mit dieser Distanziererei ist es vorbei“

Der Generalsekretär der FPÖ, Michael Schnedlitz, bei einer Pressekonferenz im April Bild: dpa

Als Teil der Regierung distanzierte sich die FPÖ explizit von der Identitären Bewegung. Doch nun schlagen Österreichs Rechtspopulisten wieder versöhnlichere Töne an.

          2 Min.

          In Österreich hat die rechte Partei FPÖ in den vergangenen Jahren vor den Augen einer staunenden europäischen Öffentlichkeit eine ziemliche Achterbahnfahrt gemacht. Es ist ja erst drei Jahre her, dass sie sich unter ihrem damaligen Vorsitzenden Heinz-Christian Strache anschickte, zur stärksten Kraft im Land zu werden. Zumindest in Umfragen – bei der Wahl 2017 gewann die inzwischen von Sebastian Kurz übernommene ÖVP.

          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Immerhin reichte es für die FPÖ zur Regierungsbeteiligung. Strache wurde Vizekanzler und nahm gesetztere Posen ein. Der Rest ist Geschichte: 2019 holte Strache die Ibiza-Affäre ein, ein altes Video, auf dem er sich mit Zeitverzögerung um Kopf und Kragen redete. Die FPÖ stürzte in den Wahlen ab, Strache spaltete sich ab, die FPÖ rechnete mit ihm ab. Zu Straches Erbschaft gehört es auch, dass er Schritte unternommen hat, den seit je ins Trübe ausfransenden, äußerst rechten Rand der FPÖ zu begradigen – erst, um sie regierungsfähig zu machen, dann wegen des Drucks als Regierungspartei nicht zuletzt durch Kurz. Dazu gehörte eine scharfe Absage Straches gegen Antisemiten, gesprochen auf einem Burschenschafterball.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+