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Russen in Sudan : Auf der Jagd nach Diamanten und Uran

Der Chef und sein Handlanger: Jewgenij Prigoschin, dem die „Wagner“-Gruppe zugeordnet wird, bedient Wladimir Putin 2011 in seinem Restaurant in der Nähe von Moskau. Bild: Picture-Alliance

In Sudan tauchen mutmaßlich russische Söldner auf. Die sind inzwischen in vielen afrikanischen Ländern unterwegs. Es geht um Macht – und um viel Geld.

          7 Min.

          Seit dem 19. Dezember gehen in Sudan fast täglich Menschen auf die Straße, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Auslöser war die Verdreifachung der Brotpreise in dem bitterarmen Land. Doch schon längst wird der Rücktritt des Präsidenten Omar al Baschir gefordert. Das Regime reagiert auf die Proteste mit der gewohnten Härte: Demonstranten werden niedergeknüppelt, Oppositionelle reihenweise verhaftet, Sicherheitskräfte feuern mit scharfer Munition in die Demonstrationszüge. Dutzende Menschen sollen bereits ihr Leben verloren haben, Bilder zeigen Tote und Schwerverletzte. Es sind Bilder, wie man sie kennt aus dem nordostafrikanischen Land, in dem seit Jahrzehnten Kriege toben.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Ungewöhnlich sind Aufnahmen, die jetzt aufgetaucht sind und in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Sie zeigen eine Gruppe weißer Männer, die von der Ladefläche eines sandfarbenen Militärlasters steigen. Die Bilder sollen in der Hauptstadt Khartum aufgenommen worden sein, in unmittelbarer Nähe der Proteste. „Das sind eindeutig keine Reporter, sie tragen keine Pressewesten, sie werden auch nicht von Mitarbeitern des Geheimdienstes begleitet“, sagt der amerikanische Jurist und Sudan-Fachmann Jonathan Hutson, der die Bilder analysierte und auf Twitter verbreitete: „Bei dem Militärlaster handelt es sich eindeutig um einen Ural-4320, gebaut in Russland und nicht in einem anderen Land der ehemaligen Sowjetunion, in dieser Version gedacht für militärische Einsätze und den Transport von Truppen.“

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