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Keine Verurteilung des Islams : Von Gott gewollte Vielfalt der Religionen?

Abu Dhabi: Papst Franziskus und Scheich Ahmed al-Tajjib, Großimam der Al-Azhar-Universität in Kairo Bild: dpa

Papst Franziskus antwortet auf die Ereignisse in Sri Lanka nicht mit einer Verurteilung des Islams. Den Dialog und die Akzeptanz aller Religionen hat er zu seinen Grundsätzen erkoren. Nun folgt Kritik aus konservativen Kreisen.

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          Als Papst Franziskus am Ostersonntag auf dem Petersplatz in Rom seinen Segen „urbi et orbi“ spendete, da war das Fest der Auferstehung schon zum Tag des Martyriums von Christen geworden. Die Anschläge in Sri Lanka hatten neben Urlaubern in Luxushotels vor allem Christen gegolten, die sich zur Feier des höchsten Festes des Kirchenjahres in ihren katholischen Gotteshäusern versammelt hatten.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Franziskus brachte sein Mitgefühl zum Ausdruck mit „allen Opfern dieser brutalen Gewalt“, die „ausgerechnet am Ostersonntag Trauer und Schmerz gebracht“ habe. Der Papst fuhr fort: „Ich bete für alle Verletzten und für diejenigen, die wegen des dramatischen Ereignisses leiden müssen.“ Am Ostermontag verurteilte Kurienkardinal Robert Sarah, seit 2014 im Vatikan Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, seinerseits über den Kurznachrichtendienst Twitter die „barbarische islamistische Gewalt“ in Sri Lanka. Die „schrecklichen Angriffe“ hätten abermals gezeigt, so Kardinal Sarah, dass „die Nachfolger Christi in aller Welt Opfer von rasenden und irrsinnigen Taten“ würden.

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