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Deutsche Asien-Strategie : In Konkurrenz zu China

Mehr Wettbewerb, weniger Partnerschaft: Deutschland definiert seine Interessen im pazifisch-asiatischen Raum neu. Bild: dpa

Die „Indo-Pazifik-Leitlinien“ der Bundesregierung definieren deutsche Interessen neu. Die Sicht auf Peking wird kritischer, andere Partner rücken näher.

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          Per Kabinettsbeschluss soll die deutsche Außenpolitik einen neuen Schwerpunkt erhalten: Die Bundesregierung rückt den Raum von der afrikanischen Ost- bis zur amerikanischen Westküste in ihren Blick und will auf allen Politikfeldern mit den Staaten und Staatenbündnissen der Region enger zusammenarbeiten – „insbesondere im sicherheitspolitischen Bereich“, wie Außenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch sagte, aber auch bei der Beförderung des Multilateralismus, der Bekämpfung des Klimawandels, der Wahrung der Menschenrechte und des regelbasierten Freihandels.

          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Die neuen „Indo-Pazifik-Leitlinien“, die das Kabinett jetzt bestätigte, sind kein Kontrapunkt zu den deutsch-chinesischen Beziehungen, sie stellen diese aber doch in einen neuen Kontext: Indem künftig die Kooperation mit Japan, Indien, Australien gestärkt und hervorgehoben wird – statt des „Rechtes des Stärkeren“ sollten Regeln und internationale Kooperation die Basis sein –, rückt China aus der Rolle des größten strategischen Partners stärker in die eines politischen Wettbewerbers und Konkurrenten.

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