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Engagement in Südostasien : Deutsche Strategie für Indo-Pazifik erzürnt China

Deutschland als strategischer Partner: Skyline von Singapur Bild: dpa

Deutschland will sich stärker in Südostasien engagieren. In der Region wird der Schritt von vielen Ländern begrüßt, vor allem das geplante militärische Engagement. China jedoch ist erbost.

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          Über Jahre ließ sich aus Asien immer wieder die Klage vernehmen, dass sich die Europäer nicht genug in der Region blicken ließen. Im Gefolge der im September veröffentlichten „Leitlinien zum Indo-Pazifik“ bemüht sich Deutschland nun darum, das Engagement in der aufstrebenden Weltregion auszuweiten. Bislang wird die Initiative dort von vielen mit Wohlwollen beantwortet. So begrüßte die australische Verteidigungsministerin Linda Reynolds bei einer Videokonferenz mit ihrer deutschen Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) die Leitlinien ausdrücklich. Auch in Südostasien wurden sie bereits von einigen Ländern positiv aufgenommen. Es habe sich gezeigt, dass sich die Leitlinien mit den Erwartungen Singapurs an Deutschlands Rolle in der Region deckten, sagte der neue deutsche Botschafter in dem Stadtstaat, Norbert Riedel, nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Ng Eng Hen.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          In der kommenden Woche wird es eine ähnliche Konferenz der deutschen Verteidigungsministerin mit dem Singapurer Minister geben wie in der vergangenen Woche mit der Australierin. Diese unter Beteiligung der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierten Termine gehören zu mehreren geplanten Veranstaltungen Kramp-Karrenbauers, in deren Verlauf sie die neue sicherheitspolitische Fokussierung in Asien den potentiellen Partnern nahebringen will.

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