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Deutsche in der Türkei : „In Deutschland brauche ich 100 Euro, hier reichen 100 Lira“

Lisa auf der Dachterrasse ihrer Wohnung in Alanya. Bild: Daniel Pilar

Wenn der Hochsommer endet und die Touristen sich verabschieden, bleiben immer noch Tausende Deutsche an der türkischen Riviera. Sie schätzen das Klima, das Meer, die Freundlichkeit – selbst von Erdogan lassen sie sich nicht vertreiben.

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          Es ist September geworden, und die Kurzurlauber sind weg. In den heißesten Monaten des Jahres hatten sie an Alanyas langem Cleopatra-Strand im Sand gelegen. Warm wie in der Badewanne war das Meerwasser. Inzwischen ist es in Alanya weniger heiß, nicht mehr so schwül. Unverändert gilt aber die Sonnenscheingarantie. Die mit schulpflichtigen Kindern sind jetzt weg und auch die, die noch im Erwerbsleben stehen.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Und so verändert sich die Kundschaft in „Willi's Kneipe“. Es kommen wieder die Deutschen, die seit Jahren Stammgäste sind, also die Langzeiturlauber, die die beiden heißesten Sommermonate meiden. Auf den Tischen steht jeweils eine türkische Flagge, gepaart mal mit einer deutschen Flagge oder der eines anderen europäischen Landes. Schließlich hatten die anderen Europäer die Saison gerettet, als die Deutschen nach dem Putschversuch von 2016 eine Zeitlang nicht mehr gekommen sind.

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