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Telegram-Gründer Durow : Kämpfer für Meinungsfreiheit?

Unter Druck: Telegram soll in Deutschland stärker kontrolliert werden Bild: Getty

Der Telegram-Gründer Pawel Durow wirbt mit Datenschutz. Das nutzen Dissidenten in autoritären Staaten. Doch das Bild von Durow bekommt Risse.

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          Verschwörungstheoretiker, Kriminelle, Rechtsextreme: Der Messengerdienst Telegram ist in den Fokus der deutschen Politik geraten – manche fordern sogar ein Verbot. Denn neben Millionen Nutzern, die Telegram sowie Whatsapp einfach nur zum täglichen Austausch von Nachrichten verwenden, gibt es auch diejenigen, die über die Plattform offenbar Mordpläne für Politiker schmieden. Sie machen sich zunutze, dass Telegram bisher kaum mit Behörden kooperiert und Nachrichten nur zögerlich löscht.

          Othmara Glas
          Volontärin

          Für Demokratien ist das ein Problem, weil es die Strafverfolgung derjenigen erschwert, die verfassungsfeindliche Inhalte posten oder zu Straftaten aufrufen. In autoritären Staaten hingegen ist Telegram auch gerade deshalb eine Plattform für Oppositionelle und Journalisten, um Regime zu kritisieren und über Missstände zu berichten. Das Team des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalnyj nutzt den Messenger ebenso wie der mittlerweile in die Ukraine geflohene belarussische Politikanalyst Artjom Schraibman. Im Sommer 2020 waren über den Kanal „Nexta“ die Proteste gegen Machthaber Alexandr Lukaschenko organisiert worden. Die Videos gingen um die ganze Welt.

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