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Gefallen im Zweiten Weltkrieg : Die Gräber der anderen

Der deutsche Soldatenfriedhof in Maleme auf Kreta Bild: Tobias Gerber/laif

Auf Soldatenfriedhöfen in Griechenland liegen Tausende Deutsche. Auf Gedenktafeln werden die Wehrmachtssoldaten als Helden gefeiert. Den Lebenden lässt das keine Ruhe.

          8 Min.

          Fiel der neunzehnjährige Gefreite Herbert Lais für sein Vaterland, als er an einem Julitag des Jahres 1943 auf Kreta ums Leben kam? Gab der Obergefreite Wilhelm Brockmann sein Leben für Großdeutschland, als er im Mai 1941 erschossen wurde, fünf Tage vor seinem zwanzigsten Geburtstag? Und der 17 Jahre junge Hans-Joachim Graf von Blücher, der nur mit einer Sondergenehmigung seiner Mutter bei den Fallschirmjägern aufgenommen worden war, bevor er auf Kreta nur Stunden nach Beginn der deutschen Invasion ebenso wie zwei seiner Brüder tödlich verwundet wurde – starb er einen Heldentod?

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Am Eingang zur deutschen Kriegsgräberstätte in Maleme unweit von Chania, dem Hauptort der größten Insel Griechenlands, kann dieser Eindruck zumindest entstehen. Dort belehrt eine Gedenktafel die Besucher: „Auf dieser Gräberstätte ruhen 4465 deutsche Gefallene aus den Kriegsjahren 1941–1945. Von ihnen starben 3352 in der Schlacht um Kreta vom 20. Mai bis zum 1. Juni 1941 als Soldaten der Fallschirmtruppe, der Gebirgstruppe, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Sie gaben ihr Leben für ihr Vaterland.“

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