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Putin, Trump und Atomwaffen : Strategische Stabilität geht vor

Der amerikanische Präsident Donald Trump (rechts) zusammen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Juni 2019 beim G-20-Gipfel in Osaka Bild: AP

Von Verträgen lassen sich weder Trump noch Putin bremsen. „New Start“ sollte dennoch verlängert werden.

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          Verträge sind weder für den Kreml noch für den amerikanischen Präsidenten heilige Kühe. Trump kündigt alles, was seiner Ansicht nach zum Nachteil der Vereinigten Staaten abgeschlossen worden ist, ob es um Handel geht oder um Abrüstung. Auch Putin lässt sich von vertraglichen Verpflichtungen nicht abhalten zu tun, was ein Putin einfach tun muss; das sah man nicht nur bei der Besetzung und der Annexion der Krim.

          Am letzten verbliebenen Rüstungskontrollabkommen mit Washington, dem New-Start-Vertrag, will er aber festhalten. Um das in Ruhe verhandeln zu können, bietet Moskau nun die Verlängerung der im Februar endenden Laufzeit um mindestens ein Jahr an.

          Auch wenn das nicht bedeuten muss, dass der Kreml sich an jedes Wort des Vertrages hält, wäre ein Festhalten an ihm weit besser, als ihn ersatzlos auslaufen zu lassen. Das Abkommen sorgt in Zeiten, in denen das Misstrauen wieder groß ist, für strategische Stabilität. Laufen die Vereinbarungen zur Begrenzung der Arsenale und zur Verifikation aus, droht ein für beide Seiten teurer Rüstungswettlauf, der die Welt nicht sicherer machen würde.

          Es wäre, worauf Washington Wert legt, zweifelsohne wünschenswert, die aufsteigende Atommacht China in ein Kontrollregime für nukleare Rüstung einzubeziehen. Zunächst hängt aber alles Weitere davon ab, ob Trump glaubt, dass ihm ein Eingehen auf den russischen Vorschlag dabei hilft, am 3. November selbst noch einmal neu zu starten.

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