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Gespräche in Berlin : Deutscher Botschafter verlässt vorübergehend Belarus

  • Aktualisiert am

Die Proteste gehen immer weiter: Ein Demonstrant am 4. Oktober im Minsk. Bild: Reuters

Nun hat vorübergehend auch der deutsche Botschafter Belarus verlassen. Vor ihm hatten die Botschafter Polens und Litauens dem Land den Rücken gekehrt.

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          Der deutsche Botschafter in Belarus, Manfred Huterer, hat das Land vorübergehend verlassen. Er sei am Dienstag ausgereist, „um Gespräche in Berlin zu führen“, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt. Die Bundesregierung wolle sich damit solidarisch mit Polen und Litauen zeigen, die ihre Botschafter bereits zuvor aus der belarussischen Hauptstadt Minsk abgezogen hatten.

          Zuvor hatte die Führung in Minsk verlangt, dass die beide Länder ihr diplomatisches Personal in Belarus stark reduzieren. „Unser Ziel ist es, den diplomatischen Kontakt maximal aufrechtzuerhalten“, sagte Litauens Außenminister Linas Linkevicius.

          Diese Botschaft habe man auch der belarussischen Seite vermittelt, mit der man übereingekommen sei, dass eine zeitweise Abwesenheit der Botschafter helfen könne, die Spannungen zu reduzieren. Sollte Belarus weiterhin auf der Reduzierung des Botschaftspersonals bestehen, werde man mit einem ähnlichen Schritt reagieren, heißt es in der Mitteilung des Außenministeriums.

          In Belarus gehen die Menschen seit der umstrittenen Präsidentenwahl Anfang August regelmäßig gegen Präsident Alexandr Lukaschenka auf die Straße. Die EU-Mitglieder Polen und Litauen sind Nachbarländer von Belarus und haben zuletzt viele Oppositionelle von dort aufgenommen. So floh die Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja nach Litauen. Lukaschenka hat Polen und Litauen mehrfach beschuldigt, die Proteste anzufachen.

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