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Ablehnung von LGBTQ-Parade : Demonstration gegen Europride in Belgrad

  • Aktualisiert am

Teilnehmer der Anti-LGBTQ-Demonstration tragen Ikonen durch Belgrad. Bild: Oliver Bunic/AFP

Orthodoxe Priester und Rechtsextreme zogen gemeinsam durch Serbiens Hauptstadt, um gegen eine heute beginnende LGBTQ-Großveranstaltung zu protestieren. Die Stimmung ist angespannt, auch der Präsident hatte eine Absage gefordert.

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          Erneut sind in Belgrad tausende Demonstranten gegen die in der serbischen Hauptstadt geplante Europride auf die Straße gegangen. Anhänger rechtsextremer Gruppierungen, Motorradrocker und serbisch-orthodoxe Priester marschierten am Sonntag durch die Stadt, um gegen die Veranstaltung der LGBTQ-Bewegung zu demonstrieren

          Die Europride ist eine paneuropäische Großveranstaltung der LGTBQ-Bewegung, die seit 1992 jeden Sommer in einem anderen europäischen Land organisiert wird. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

          Die Europride soll von diesem Montag bis zum kommenden Sonntag in der serbischen Hauptstadt stattfinden; für den Samstag ist der Pride March vorgesehen, der mit der Parade zum Christopher Street Day vergleichbar ist.

          Präsident wollte Parade verhindern

          Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hatte Ende August eine Absage oder Verschiebung der Europride angekündigt. Die Organisatoren verurteilten seine Äußerungen und betonten, Vucic habe keine Befugnis, die Veranstaltung abzusagen. Sie halten an ihren Plänen fest.

          Die serbisch-orthodoxe Kirche spielte in der Vergangenheit eine wichtige Rolle bei der Beeinflussung der öffentlichen Meinung über Schwule, Lesben und andere sexuelle Minderheiten. So brandmarkte sie die Pride-Paraden in Belgrad als „Schande“.

          Gay-Pride-Märsche in Belgrad in den Jahren 2001 und 2010 waren von Gewalt überschattet. Seit 2014 findet die Kundgebung regelmäßig statt, begleitet von einem großen Sicherheitsaufgebot.

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