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Wegen Mord an Journalistin : Demonstranten stürmen Amtssitz von Maltas Regierungschef

  • Aktualisiert am

Aktivisten im Amtssitz des Ministerpräsidenten Bild: Reuters

Dutzende Aktivisten sind in das Gebäude eingedrungen und fordern den sofortigen Rücktritt von Joseph Muscat. Hintergrund ist der Fall der ermordeten Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia.

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          In Malta haben Demonstranten den Amtssitz von Ministerpräsident Joseph Muscat gestürmt und den Regierungschef im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Etwa 40 Aktivisten mit Trommeln, Pfeifen, Fahnen und Megafonen überrumpelten die Sicherheitskräfte am Montagvormittag, drangen durch einen Seiteneingang in das Gebäude in der Hauptstadt Valletta ein und blockierten den Zugang.

          Muscat ist zwar nicht direkt in den Fall verwickelt, der Kreise bis in die Regierung gezogen hat. Er hat aber Konsequenzen gezogen und Anfang Dezember seinen Rücktritt nach der Wahl eines Nachfolgers seiner Labour-Partei für Mitte Januar angekündigt.

          Die Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia war durch einen Anschlag mit einer Autobombe im Oktober 2017 getötet worden. Sie hatte an einem Bericht über Korruption gearbeitet und die Existenz einer verborgenen Offshore-Firma aufgedeckt.

          Unter anderem Muscats ehemaliger Stabschef Keith Schembri soll in den Fall verwickelt oder zumindest Mitwisser gewesen sein. Schembri ist deswegen zwar zurückgetreten, weist aber alle Vorwürfe zurück.

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