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Demokratie in Kenia : Kein Sex ohne Wahlkarte

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Dieser Mann will offenbar keinen Streit mit seiner Frau. Zur Wahl hat er sich jedenfalls schon registriert. Bild: AFP

Im August dürfen die Kenianer ihren Präsidenten wählen. Weil sich Millionen Männer noch nicht haben registrieren lassen, rät eine Abgeordnete zu strengen Sanktionen.

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          Eine kenianische Abgeordnete will die Wahlbeteiligung mit einer ungewöhnlichen Maßnahme ankurbeln: Mishi Mboko rief alle Frauen zu einem Sex-Boykott auf. Erst wenn die Männer nachweisen könnten, dass sie sich für die Präsidentenwahl am 8. August hätten registrieren lassen, sollten sie sich wieder mit ihren Frauen „amüsieren“ dürfen, sagte die Abgeordnete am Montag in der Küstenstadt Mombasa.

          Nur eine massive Wählermobilisierung könne eine Ablösung der Regierung unter Präsident Uhuru Kenyatta ermöglichen, sagte die Oppositionsabgeordnete weiter. Schon 2009 hatte in dem ostafrikanischen Land eine Frauenorganisation angesichts der Querelen zwischen den Männern in der damaligen Einheitsregierung zu einem einwöchigen Sex-Streik aufgerufen.

          In diesem Jahr gibt es aber noch weitere Hürden: Auch wer sich in Kisumu mit den beliebten „Boda-Boda“-Motorradtaxis befördern lassen will, muss seine Wahlkarte vorzeigen. Dies teilte Joseph Owiti, Chef des Motorradtaxi-Verbands in der Stadt im Westen des Landes, mit. Laut den kenianischen Behörden haben sich vier bis sechs Millionen Wahlberechtigte noch nicht registrieren lassen.

          Schon lange vor den Wahlen gab es in mehreren Städten Proteste gegen die Zusammensetzung der Wahlkommission. Das hat böse Erinnerungen geweckt. Nach den Wahlen im Jahr 2007 war es nach vermuteten Manipulationen zu Zusammenstößen gekommen, bei denen viele hundert Menschen ums Leben kamen.

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