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Unruhen in Kolumbien : Das letzte bisschen Vertrauen ist dahin

Protestwelle in Kolumbien: Anti-Regierungs-Demonstration in der Hauptstadt Bogota Mitte Mai. Bild: dpa

Die Pandemie hat den Ruf nach Veränderung in Lateinamerika weiter verstärkt. Wie in Chile könnte sich nach einer Welle von Straßenprotesten auch in Kolumbien Reformkräfte durchsetzen.

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          In Kolumbien kommt es seit einem Monat fast täglich zu Protesten, die immer wieder von Vandalismus und brutaler Polizeigewalt überschattet sind. Dutzende Tote sind zu beklagen, mehrere nachweislich durch den Einsatz von scharfer Munition durch Sicherheitskräfte. Hunderte wurden verletzt oder verhaftet.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Präsident Iván Duque ringt um Antworten. Zuerst versuchte er, die Proteste gewaltsam aufzuhalten. Dann kippte er die Steuerreform, die als Auslöser der Demonstrationen galt. Als das auch nichts half, suchte er den Dialog mit den Gewerkschaften und Organisationen hinter den Demonstrationen und machte einige Zugeständnisse. Doch die Proteste halten an. Angetrieben von den anhaltenden Missständen im Land, drängen die Demonstranten auf radikale soziale und politische Veränderungen.

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