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Darfur : Kinder zeichnen den Krieg

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Das bringen Kinder aus Darfur zu Papier, wenn man ihnen Stifte gibt Bild: "Waging Peace"

Eine Reiterbande in grünen Uniformen überfällt ein Dorf, brennt die Hütten nieder, schießt auf Frauen und Kinder. Abgehackte Arme und Beine, Blutpfützen. Das sind die Schrecken des Krieges in Darfur - aufgezeichnet von Kinderhand. FAZ.NET-Bildergalerie.

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          Eine Reiterbande in grünen Uniformen überfällt ein Dorf, brennt die Hütten nieder, schießt auf Frauen und Kinder. Jeeps folgen, mit Schützen und Maschinengewehren auf der Ladefläche. Oben kreisen die Bomber und werfen ihre tödliche Fracht. Das sind die Schrecken des Krieges in Darfur - aufgezeichnet von Kinderhand.

          Was die Kinder dieser Krisenprovinz seit Jahren durchmachen, zeigen die Bilder in voller Dramatik. Gesammelt hat sie die britische Organisation „Waging Peace“. Mit den 500 Zeichnungen will sie die Welt auf die Kriegsverbrechen in Sudan aufmerksam machen. Dort gehen arabische Reitermilizen seit 2003 mit Billigung und Unterstützung der Regierung in Khartum gegen die schwarzafrikanische Bevölkerung vor. Laut Angaben der Vereinten Nationen wurden schon 200.000 Menschen getötet, zwei Millionen sind auf der Flucht.

          Die Weltgemeinschaft schaute lange zu, vor allem China blockierte eine Intervention im UN-Sicherheitsrat. Am Dienstag hat das Gremium nach langer Diskussion einem Militäreinsatz zugestimmt. 26.000 Blauhelme sollen in Darfur einrücken - es würde die bislang größte UN-Mission. Schnelle Erfolge sind aber kaum zu erwarten. Einstweilen werden die Kinder weiter leiden. „Wir brauchen dringend mehr psychologische Hilfe“, fordert Rebecca Tinsley von „Waging Peace“.

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