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Syrer in Dänemark : Abschieben um jeden Preis?

  • -Aktualisiert am

Zerstörte Gebäude in Duma bei bei Damaskus auf einer Aufnahme vom 19. Juni 2019 Bild: MERIDITH KOHUT/The New York Time

Die dänische Regierung stuft Teile Syriens als sicher genug ein, dass Flüchtlinge zurückkehren können. Die Fachleute, auf deren Aussagen sie ihre Entscheidung stützt, widersprechen vehement.

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          Noch ist es zwar unwahrscheinlich, dass Dänemark Menschen nach Syrien abschiebt, aber schon die Drohkulisse sorgt für Unruhe. Kopenhagen hat einen bisherigen Konsens in der EU verlassen, und begonnen, Flüchtlingen aus Syrien die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen. Sie sollen zurück in ihr Land. Nicht nur bei Menschrechtlern sorgte diese Entscheidung für Kritik. Dabei ist sie nur ein weiterer Schritt Kopenhagens hin zum einem immer härten Kurs in der Integrations- und Flüchtlingspolitik – und das mit einer Sozialdemokratin an der Regierungsspitze.

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Die eigentliche Entscheidung Kopenhagens, einzelne Gebiete in Syrien als sicher genug einzustufen, damit Flüchtlinge dorthin zurückkehren sollen, ist schon früher gefallen. Von den mehr als 30.000 Flüchtlingen aus Syrien, die seit Beginn des Krieges 2011 Asyl in Dänemark erhalten hatten, waren schon Ende des vergangenen Jahres die ersten darüber informiert worden, dass ihre Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert wird. Vor allem die Region um die syrische Hauptstadt Damaskus herum wurde nach einer Entscheidung der dänischen Behörden als sicher genug eingestuft.

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