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Treffen „verschieben“ : Dänemark lädt türkischen Ministerpräsidenten Yildirim aus

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Ein Bild des letzten Treffens in Ankara am 10. Dezember 2016: Der dänische Ministerpräsident Lokke Rasmussen (l.) und der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim Bild: AFP

Dänemark hat den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim abgesagt. Die dänische Regierung beobachte „sehr besorgt“ die jüngsten Entwicklungen.

          Die dänische Regierung hat den für den 20. März geplanten Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim abgesagt. Ein solcher Besuch könnte angesichts der „aktuellen Angriffe der Türkei gegen die Niederlande nicht stattfinden“, erklärte der dänische Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen am Sonntag. Er habe seinem türkischen Kollegen vorgeschlagen, „unser Treffen zu verschieben“. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und andere Mitglieder der türkischen Regierung erhoben am Wochenende gegen die Niederlande Faschismus-Vorwürfe.

          „In normalen Zeiten wäre es ein Vergnügen, den türkischen Ministerpräsidenten zu empfangen“, hieß es in Rasmussens Erklärung. Noch am 10. Dezember habe er in Ankara „ein offenes und konstruktives Gespräch“ mit Yildirim geführt. Derzeit beobachte die dänische Regierung jedoch „sehr besorgt“ die aktuellen Entwicklungen in der Türkei. Ein Treffen mit Yildirim könne als Zeichen interpretiert werden, dass Dänemark die Entwicklungen in der Türkei milder betrachte, und das sei nicht der Fall.

          Erdogan äußerte am Samstag und Sonntag bei Auftritten in Istanbul wiederholt Faschismus-Vorwürfe gegen die Regierung in Den Haag, nachdem diese zwei Werbeauftritte türkischer Minister für das Verfassungsreferendum in der Türkei am 16. April verhindert hatte. Durch die Verfassungsänderung soll die Macht Erdogans ausgeweitet werden.

          Yildirim wollte Medienangaben zufolge am 19. und 20. März neben offiziellen Terminen auch an Versammlungen türkischer Bürger in Dänemark teilnehmen.

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