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Coronavirus in Wuhan : Die Geschichte eines Scheiterns

Ist das Coronavirus in China wirklich besiegt?: Medizinisches Personal in Wuhan Bild: dpa

Eigentlich verfügt China über ein Seuchenfrühwarnsystem. Aber als das Virus in Wuhan zu wüten begann, spielte das kaum noch eine Rolle. Beweise wurden vernichtet, Ärzte drangsaliert – und aus der Seuche wurde schnell eine Epidemie.

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          Der erste bekannte Covid-19-Patient steckte sich am 17. November in der zentralchinesischen Stadt Wuhan an. Es dauerte einige Zeit, bis Mitarbeiter mehrerer Testlabors und Ärzte in Wuhan erkannten, dass sie es mit einer neuen gefährlichen Lungenkrankheit zu tun hatten. Doch Ende Dezember zeigten mehrere Testergebnisse, dass es sich um einen Sars-ähnlichen Erreger handelte. Die Mediziner waren alarmiert, denn das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) hatte 2002 und 2003 fast 800 Menschen das Leben gekostet. Für viele chinesische Ärzte war es ein prägendes Ereignis. Doch statt sofort zu handeln, legten die Gesundheitsbehörden den Ärzten und Labormitarbeitern Maulkörbe an.

          Es vergingen weitere dreieinhalb Wochen, in denen das Virus sich ungehindert ausbreiten konnte, bevor China sich der Epidemie entschlossen entgegenstellte. Die verzögerte Reaktion hatte verheerenden Folgen: Laut einer Studie unter Leitung des renommierten Epidemiologen Zhong Nanshan hätte die Zahl der Infektionen in China um zwei Drittel niedriger ausfallen können, wenn die Eindämmungsmaßnahmen fünf Tage früher erfolgt wären. Warum also versagte das chinesische Seuchenfrühwarnsystem? Aus welchen Gründen wurde die Ausbreitung vertuscht? Und wie gelang es dem Land letztlich doch, das Virus unter Kontrolle zu bekommen?

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