https://www.faz.net/-gpf-9wvpc

Coronavirus in Italien : Schriller Streit zwischen Rom und den Regionen

Touristen tragen Mundschutz in der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand und machen Fotos mit ihren Smartphones. Bild: dpa

In Italien bringen sich Regierung und Opposition in Stellung, um durch den Ausbruch der Coronavirus-Epidemie keine politischen Nachteile zu erleiden. Andere schlagen aus der Krise noch ungeniert Profit.

          3 Min.

          Das neuartige Coronavirus hat nun auch die italienische Politik infiziert. Zwischen der Zentralregierung in Rom unter Ministerpräsident Giuseppe Conte und den besonders betroffenen Regionen Lombardei und Venetien ist ein schriller Streit entbrannt über die mögliche Verantwortung für den Ausbruch der Epidemie in Norditalien sowie über die Zuständigkeiten im Kampf zu deren Eindämmung. Zudem liefern sich Regierungs- und Oppositionsparteien in Rom einen heftigen Schlagabtausch.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Als erster hatte der frühere Innenminister Matteo Salvini von der rechtsnationalistischen Lega politisches Kapital aus der Viruskrise zu schlagen versucht. Er warf der Linkskoalition von Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten unter Conte vor, „Italien und die Italiener“ nicht ausreichend vor einem Vordringen des Virus auf das nationale Territorium geschützt zu haben und legte Conte den Rücktritt nahe.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Hoffnungsträger in blassem Gelb: Das Bundesgesundheitsministerium deckt sich mit dem japanischen Grippemittel Avigan ein.

          Medizin : Riesiger Wirbel um eine Pille gegen Corona

          Das Grippemittel Avigan aus Japan könnte Patienten retten. Deutschland deckt sich mit Millionen Tablettenpackungen ein. Die Bundeswehr soll beim Verteilen helfen.