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Angst vor neuer Welle : Bringen die China-Heimkehrer das Virus mit?

Ein medizinisches Team beendet seinen Einsatz in der chinesischen Stadt Wuhan. Bild: Getty

Erstmals werden in China keine Neuansteckungen mehr gemeldet. Nun fürchtet man in der Volksrepublik vor allem importierte Infektionen. Viele Chinesen kehren zurück – weil sie sich zu Hause sicherer fühlen als in Europa.

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          Zum ersten Mal seit dem Beginn der Zählung wurde am Donnerstag keine Neuinfektion aus Wuhan gemeldet – jener Stadt im Zentrum Chinas, in der die Pandemie vor dreieinhalb Monaten ihren Anfang nahm. Noch vor einem Monat waren dort tagtäglich mehr als tausend neue Fälle registriert worden. Doch am Donnerstag verharrte die Zahl der gemeldeten Infizierten unverändert bei 50.005. Staats- und Parteichef Xi Jinping sagte bei einer Sitzung des Politbüros: „Der positive Trend in der Seuchenbekämpfung hat sich konstant konsolidiert.“ Zugleich hob er hervor, dass Wuhan und die umliegende Provinz Hubei noch immer vor schweren Aufgaben stünden. Es sei zu früh für Entwarnung, sagten auch chinesische Mediziner.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Wuhan ist seit dem 23. Januar von der Außenwelt abgesperrt. Von einer Aufhebung der Sperre ist noch nicht die Rede. Die meisten Bewohner haben ihre Wohnungen seit fast zwei Monaten nur zum Einkaufen von Lebensmitteln und zum Ausführen des Hundes verlassen, wenn überhaupt. In wenigen ausgewählten Branchen darf seit der vergangenen Woche wieder gearbeitet werden. Der öffentliche Nahverkehr ist in Wuhan aber nach wie vor geschlossen; die Schulen sowieso. Auch Privatfahrzeuge dürfen weiterhin nur mit Sondergenehmigung fahren. In den umliegenden Städten der Provinz Hubei wurden jüngst allerdings erste Verkehrsverbindungen wiederaufgenommen.

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