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Quarantäne in Asien : „Wenn Sie sich normal fühlen, drücken Sie bitte die Eins“

Ein Mitarbeiter in einem Schutzanzug nimmt einen Abstrich aus dem Hals eines Mannes für einen Covid-19-Test in einem Corona-Testzentrum in Peking. Bild: AFP

Willkür in Peking, Technik in Taiwan, Luxus in Hongkong: Ein Erfahrungsbericht über drei Mal Quarantäne in drei politischen Systemen.

          5 Min.

          Wenn man eine Zeit lang nicht in China war, vergisst man die Ohnmacht, die sich einstellt angesichts von Willkür und dem Fehlen präziser, logisch nachvollziehbarer Informationen und einklagbarer Regeln. Sobald man dem Land näher kommt, kehrt die Erinnerung zurück. Wer von Hongkong nach Peking fliegt, braucht nicht nur einen PCR-Test, sondern muss sechs Stunden vorher am Flughafen sein, um einen weiteren Coronatest zu machen.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Danach muss man darauf gefasst sein, dass die Fluggesellschaft sich weigert, einen mitzunehmen. Das gültige Aufenthaltsvisum gelte nicht für Einreisen aus Hongkong, behauptet die Frau am Schalter und beruft sich auf die Grenzbehörde in Peking. Nach einer Stunde Verhandlung und gutem Zureden durch einen Mitarbeiter des chinesischen Außenministeriums gilt das Visum dann doch. In Coronazeiten möchte Peking, dass Deutsche nur aus Deutschland einreisen und Franzosen nur aus Frankreich. So will China die Zahl der Einreisenden begrenzen. Da es kaum noch Direktflüge aus Europa nach China gibt, muss man kreativ sein.

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