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Britischer Premierminister : Boris Johnson wegen Coronavirus im Krankenhaus

  • Aktualisiert am

Boris Johnson mit seiner schwangeren Verlobten Carrie Symonds Bild: Reuters

Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht worden. Der britische Premierminister hat seit zehn Tagen „hartnäckige Corona-Symptome“. Es handele sich um eine Vorsorgemaßnahme.

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          Der britische Premierminister Boris Johnson ist ins Krankenhaus gebracht worden. Das bestätigte Downing Street 10 der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend. Der Premierminister habe demnach „hartnäckige Corona-Symptome“, einschließlich hohem Fieber. Johnson war vor zehn Tagen positiv auf Covid-19 getestet worden – die Erkrankung hatte sich seitdem nicht verbessert.

          Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitierte einen Pressesprecher, wonach es sich um eine Vorsorgemaßnahme handele. Johnson solle in der Klinik untersucht werden, teilte die britische Regierung mit. Informationen der BBC zufolge wurde erwartet, dass Johnson über Nacht im Krankenhaus bleibe. Demnach wird der britische Außenminister Dominic Raab das kommende Coronavirus-Treffen der Regierung leiten.

          Johnson danke allen Mitarbeitern des Gesundheitssystems für ihre „unglaublich harte Arbeit“, ließ er verkünden. Außerdem rate er der Öffentlichkeit dringlichst, zuhause zu bleiben. Er selbst hatte sich zuletzt in Selbstisolation befunden.

          Kurz nach der Fernsehansprache der Queen

          Vor Bekanntwerden von Johnsons Verlegung ins Krankenhaus hatte Königin Elisabeth II. am Sonntagabend in einer Fernsehansprache an die Briten und Bürger des Commonwealth appelliert, britische Tugenden zu beweisen, um die Corona-Krise zu bewältigen. „Jene, die nach uns kommen, werden sagen, dass die Briten dieser Generation so stark waren wie jede andere, dass die Eigenschaften von Selbstdisziplin, einer ruhigen, gutgelaunten Entschlossenheit und von Anteilnahme dieses Land nach wie vor charakterisieren.“

          Boris Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds wies zuletzt ebenfalls Symptome des Virus auf. Sie hatte die vergangene Woche nach eigenen Angaben im Bett verbracht. Auf Twitter schrieb die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei am Samstag allerdings: „Ich musste nicht getestet werden und nach sieben Tagen Ruhe fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung.“

          Schwanger zu sein mit Covid-19 sei offensichtlich beunruhigend, fügte sie hinzu und teilte eine Online-Infobroschüre mit ihren Followern. „Bitte lesen Sie und befolgen Sie die aktuellsten Leitlinien, die ich sehr beruhigend fand“, schrieb sie.

          Als Reaktion auf Johnsons Einweisung ins Krankenhaus schrieb der frisch gewählte Chef der Labour-Party, Keir Starmer, auf Twitter: „Ich wünsche dem Premierminister alles Gute und eine baldige Genesung.“

          Auch aus dem Weißen Haus trafen Genesungswünsche ein: „Ich bin voller Hoffnung und sicher, dass er in Ordnung sein wird“, sagte Präsident Donald Trump am Sonntagabend (Ortszeit). „Er ist ein starker Mann.“ Trump fügte hinzu: „Alle Amerikaner beten für ihn.“

          Die Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie stieg in Großbritannien am Sonntag um 621 auf 4934 an. Johnsons Regierung steht unter großem Druck, die Zahl der Tests zu erhöhen und medizinisches Personal mit Schutzausrüstung zu versorgen.

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