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Covid-Immunisierung in Italien : Warum in Südtirol die Impfskepsis so groß ist

Wenig los hier: Ein Impfbus wartet in der Nähe Bozens auf Kundschaft Bild: Getty

Sie wollen sich nichts vorschreiben lassen, schon gar nicht aus Rom. Darum bilden die Bewohner der autonomen Provinz Südtirol jetzt das Schlusslicht in der italienischen Impfstatistik.

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          Rechtzeitig zum Ferienmonat August hat Italien eine wichtige Wegmarke im Kampf gegen die Pandemie überschritten: Am Monatsersten waren 60 Prozent der Einwohner im Alter von mehr als zwölf Jahren – gut 32,4 Millionen Personen – vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der Anfang März von Regierungschef Mario Draghi ernannte Pandemie-Sonderkommissar, Armeegeneral Francesco Paolo Figliuolo, sagte zu diesem Anlass: „Wir haben einen Meilenstein erreicht, der unseren Impfplan bestätigt.“ Im März hatte sich die Regierung in Rom das Ziel gesetzt, täglich mindestens eine halbe Million Impfdosen verabreichen zu lassen. An den meisten Tagen wird dieses Plansoll erreicht oder sogar übererfüllt. Am Dienstag betrug der Anteil der vollständig immunisierten Personen über zwölf Jahre 61,5 Prozent.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Die Regierung hofft, dass bis Ende September 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sein werden und damit der Anfang März ausgerufene „Impfzyklus“ abgeschlossen ist. Von der dritten Augustwoche an sind zusätzliche Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer verfügbar. Die Zeiten knapper Impfstoffe gehören in Italien längst der Vergangenheit an. In zahlreichen Regionen, zumal in den Urlaubsgebieten, können sich Erstgeimpfte während der Ferien die zweite Dosis verabreichen lassen.

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