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Corona und Ölpreis-Verfall : Saudi-Arabiens doppelte Krise

Prinz Abdulaziz bin Salman Al Saud (3.von links) führt am 10. April den Vorsitz bei einem virtuellen Treffen der G-20-Energieminister Bild: dpa

Eigentlich wollte Saudi-Arabien im Jahr der G-20-Präsidentschaft sein internationales Ansehen aufpolieren. Nun steckt das Land in einer politischen und wirtschaftlichen Krise, die noch vor kurzem unvorstellbar war.

          3 Min.

          Es hätte das große Jahr für Saudi-Arabien werden sollen. Zum ersten Mal hält das Königreich die Präsidentschaft der G 20. Für November wurden zum Gipfeltreffen die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Riad erwartet. Nach Jahren, in denen Saudi-Arabien wegen des Kriegs im Jemen und wegen des Mords an Jamal Khashoggi in der Kritik stand, wollte das Land auf der internationalen Bühne wieder einmal glänzen. Doch nun haben die Corona-Pandemie und der niedrige Ölpreis dem Land einen Doppelschlag versetzt. Das Königreich kämpft mit wirtschaftlichen Problemen und einem politischen Bedeutungsverlust, die noch vor kurzem nicht für möglich gehalten worden wären.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Das beginnt damit, dass Saudi-Arabien auf dem Weltölmarkt nicht mehr der bestimmende Akteur ist und nicht länger entscheidenden Einfluss auf den Ölpreis hat. Dabei war gerade Saudi-Arabiens Gewicht in der Energiewirtschaft das ausschlaggebende Argument dafür, das Königreichs in den Kreis der G 20 aufzunehmen.

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