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Vom 1. März an : Strengere Kontrollen an Grenze zu Frankreich

Ein Schild nahe der deutsch-französischen Grenze in Breisach weist auf den nahen Grenzübergang hin. Bild: dpa

Vom Beginn der kommenden Woche an wird es an den Grenzübergängen zwischen Deutschland und Frankreich wieder strengere Kontrollen geben. Dabei sollen die Polizisten beider Länder eng zusammenarbeiten.

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          An der deutsch-französischen Grenze wird vom 1. März an wieder strenger kontrolliert. Darauf haben sich die Regierungen beider Länder „in enger Absprache auf höchstem Niveau“ verständigt, wie der französische Gesundheitsminister Olivier Véran und der Europastaatssekretär Clément Beaune in einem Kommuniqué am Donnerstagmorgen mitteilten.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Von der Pflicht, ein negatives PCR-Testergebnis vorzuweisen, werden fortan nur noch Berufspendler ausgenommen. Alle anderen Grenzgänger, die etwa zum Familien- oder Krankenbesuch ins Nachbarland reisen, müssen ein negatives Testergebnis vorlegen. Bisher galt eine Ausnahmeregelung zur Testbefreiung für alle Grenzgänger, die sich nicht länger als 72 Stunden im Nachbarland aufhielten.

          Die Kontrollen sollen teils auch durch gemischte deutsch-französische Polizeipatrouillen vorgenommen werden. Mit den binationalen Teams will man erreichen, dass es nicht wie im vergangenen Frühjahr zu Zwischenfällen kommt, die auf fehlende Sprachkenntnisse der Beamten zurückzuführen waren.

          Mehr Tests geplant

          Zudem sollen die Testkapazitäten stark erhöht werden. Auf französischer Seite wurden nach Angaben der Minister in der vergangenen Woche mehr als 60.000 Tests durchgeführt. Die Zeit der Kontaktsperre (Isolierung) wurde von sieben auf zehn Tage erhöht.

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          In Lothringen (Département Moselle) wurden 30.000 zusätzliche Impfdosen bereitgestellt. In den Gesprächen zwischen deutschen und französischen Verantwortlichen ging es auch um eine Angleichung der Testkapazitäten. Frankreich testet inzwischen doppelt so viel wie Deutschland und überprüft alle positiven PCR-Ergebnisse im PCR-Verfahren auf Virus-Mutanten. In Deutschland ist das nicht der Fall.

          Der Vorstand der deutsch-französischen Parlamentarierversammlung hat sich in einer Dringlichkeitssitzung deshalb dafür ausgesprochen,  dass „die Datengrundlagen im Hinblick auf Inzidenzen, positive Testergebnisse und Sequenzierungen auf beiden Seiten der Grenze unmittelbar vergleichbar und regelmäßiger kommuniziert werden“.

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