https://www.faz.net/-gpf-a4gje

Streit um Corona-Maßnahmen : Slowakische Parlamentarier sollen Trinkwasser aus WC-Räumen holen

  • Aktualisiert am

Wasser nur noch in den WC-Räumen: Im slowakischen Parlament ist die Kantine für die Abgeordneten dicht (Symbolbild) Bild: dpa

Der slowakische Parlamentspräsident hat den Abgeordneten den Zutritt zur Kantine untersagt – weil diese Kritik an den Corona-Maßnahmen im Land geübt hatten. Nun sollen sie sich in den WC-Räumen mit Trinkwasser versorgen.

          1 Min.

          Aus Ärger über Kritik an den Corona-Maßnahmen der Regierung hat der slowakische Parlamentspräsident Boris Kollar allen Abgeordneten den Zutritt zur Parlamentskantine untersagt. Ab sofort sei Trinkwasser aus den WC-Räumen des Hauses die einzige Verpflegung, die den 150 Parlamentariern zur Verfügung gestellt werde, erklärte der Chef der zweitstärksten Regierungspartei Wir sind eine Familie am Donnerstag in einer eigens einberufenen Pressekonferenz.

          „Damit sie sehen, wohin das ständige Kritisieren sie selbst geführt hat“, begründete Kollar seine Strafmaßnahme. Auf Facebook veröffentlichte er dazu das Foto eines Waschbeckens in einer der Parlamentstoiletten.

          Die Parlamentskantine stehe nur mehr den Angestellten der Parlamentsverwaltung zur Verfügung, erklärte Kollar. Der Rechtspopulist reagierte damit unter anderem auf Kritik von Ex-Regierungschef Peter Pellegrini. Der Sozialdemokrat hatte darauf hingewiesen, dass Restaurants seit Donnerstag nur mehr Speisen zum Mitnehmen verkaufen dürften, die Parlamentskantine aber geöffnet bleibe. Dass Restaurants keine Gäste mehr bewirten dürfen, ist eine der Maßnahmen, die die Regierung in Bratislava wegen steigender Corona-Infektionszahlen verfügte.

          Weitere Themen

          „Es ist kein Krieg, aber ein Kampf" Video-Seite öffnen

          Fischerei-Streit : „Es ist kein Krieg, aber ein Kampf"

          Das sagte die zuständige französische Ministerin im Streit um die Vergabe von Fischereilizenzen zwischen der EU und Großbritannien. Am Donnerstag hatte Paris einen britischen Kutter beschlagnahmt.

          „Es ist kein Krieg, aber ein Kampf“

          Britischer Kutter festgesetzt : „Es ist kein Krieg, aber ein Kampf“

          Frankreich hat einen britischen Fischkutter in Le Havre festgesetzt, weil er keine gültige Lizenz hatte. London verstehe nur die Sprache der Härte. Die britische Seite kündigt Vergeltungsmaßnahmen an.

          Topmeldungen

          Der britische Fischkutter „Cornelis Gert Jan“ im Hafen von Le Havre. Französische Behörden haben ihn wegen Fehlens einer gültigen Lizenz festgesetzt.

          Britischer Kutter festgesetzt : „Es ist kein Krieg, aber ein Kampf“

          Frankreich hat einen britischen Fischkutter in Le Havre festgesetzt, weil er keine gültige Lizenz hatte. London verstehe nur die Sprache der Härte. Die britische Seite kündigt Vergeltungsmaßnahmen an.
          Seda Basay-Yildiz im Juli 2018 in ihrem Büro in Frankfurt

          „NSU 2.0“ : Basay-Yildiz glaubt nicht an Einzeltäter-Theorie

          Gegen den Hauptverdächtigen im Fall „NSU 2.0“, einen Mann aus Berlin, wird nun Anklage erhoben. Das Innenministerium sieht die Polizei endgültig entlastet – doch es gibt Widerspruch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.