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Ausschreitungen in Rom : Droht Italien eine faschistische Gefahr?

Protestteilnehmer und Polizisten stoßen während einer Demonstration gegen den Corona-Gesundheitspass im Rom am 9. Oktober aufeinander. Bild: dpa

Italiens Linke fordert ein Verbot der rechtsextremen Partei, die hinter den gewaltsamen Protesten gegen die Corona-Politik in Rom steht. Rechte Parteien sehen darin ein parteipolitisches Manöver.

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          Ob der Faschismus eine Gefahr für Italien darstelle, wollte in dieser Woche ein Journalist von Matteo Salvini wissen. Da­mit sollte der Rechtspopulist, der sich notorisch schwer damit tut, ein schlechtes Wort über Mussolinis Erben zu verlieren, offensichtlich vor allem auf die Probe gestellt werden. Aber die Frage verriet auch, welche Schockwirkung die Ausschreitungen während einer Demonstration gegen die Corona-Politik der Regierung am vorigen Wochenende in Rom entfaltet haben.

          Thomas Jansen
          Redakteur in der Politik.

          Denn es hat sich herausgestellt, dass die rechtsextremistische Partei Forza Nuova eine treibende Kraft hinter den gewaltsamen Protesten war, die in der Verwüstung der Zentrale des größten italienischen Gewerkschaftsverbandes CGIL sowie der Notaufnahme eines Krankenhauses gipfelten. Einen offenbar ebenfalls geplanten Sturm auf den Sitz des italienischen Ministerpräsidenten konnte die Polizei verhindern. Das Entsetzen und die Empörung in Italien wa­ren umso größer, als die Proteste gegen die Corona-Politik bislang vergleichs­weise gering ausfielen, obwohl das Land die strengsten Corona-Auflagen in Europa hat. Von diesem Freitag an gilt in der gesamten Arbeitswelt die 3-G-Regel.

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