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Corona-Politik : Asien kann es besser

  • -Aktualisiert am

Silvester fiel in Taiwan nicht aus: Menschen beim Feiern in der Nach auf der 1. Januar 2021 in der Hauptstadt Taipeh Bild: EPA

Eine bittere Erkenntnis nach einem Jahr in der Pandemie lautet: In dieser globalen Krise liegen die Entwicklungsländer im Westen.

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          Wenn man vor einem Jahr jemanden gefragt hätte, wer die Corona-Pandemie am besten in den Griff bekommen werde, dann hätten wohl viele auf den Westen getippt: Nordamerika, Europa, die entwickelten Industrienationen eben. Gerade in Deutschland ist man daran gewöhnt, dass große Krisen nur in stark abgemilderter Form bei uns ankommen, wenn überhaupt. Und im Frühjahr 2020 sah es ganz so aus, als ob es auch diesmal wieder so sein würde. Die Deutschen fühlten sich dank relativ weniger Infektions- und Sterbefälle vielen anderen Ländern überlegen, vor allem ihren Nachbarn in Europa.

          Das war voreilig. Deutschland gehört heute zu den zehn Staaten mit den höchsten Gesamtzahlen an Ansteckungen und Todesfällen. Auf der globalen Corona-Karte sind vor allem zwei Kontinente tiefrot: Amerika und Europa. Andere Regionen, in die wir sonst nur mit gut sortierter Reiseapotheke fahren, stehen besser da. Dazu gehören vor allem Afrika und Asien, zwei Kontinente, die man früher zur „Dritten Welt“ zählte. Das war durchaus als Hackordnung zu verstehen: hier der stabile Westen, dort die rückständigen Schwellen- und Entwicklungsländer.

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