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Fachwelt gespalten : Trickst die indische Doppelmutante das Immunsystem von Geimpften aus?

Tupfer-Proben in einem Testzentrum in Neu-Delhi Bild: EPA

In Indien bahnt sich eine „Katastrophe“ an, schreibt der SPD-Gesundheitsfachmann Karl Lauterbach. Kommt mit der Mutante B.1.617 auf Europa und die Welt tatsächlich ein großes Problem zu?

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          Weltweit wächst die Sorge angesichts des dramatischen Zuwachses an Corona-Fällen in Indien und der dort offenbar grassierenden „Doppelmutante“ B.1.617. Seit einer Woche liegen die täglichen Neuinfektionen bei mehr als 200.000, allein am Donnerstag meldete die Regierung 312.721 neue Fälle, die höchste bislang verzeichnete Zahl. Erstmals waren binnen 24 Stunden mehr als 2100 Menschen gestorben. In den Krankenhäusern werden Betten, Medikamente und Sauerstoff knapp. Verschiedene Regierungen haben neue Restriktionen für Reisende aus Indien erlassen oder ihre Reisehinweise für das südasiatische Land verschärft.

          Till Fähnders
          Politischer Korrespondent für Südostasien.
          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Als Ursache für den Anstieg wird vor allem Nachlässigkeit der vorangegangenen Monate gesehen, in denen aufgrund niedriger Infektionszahlen kaum noch Masken getragen und Abstandsregeln nicht eingehalten worden waren. „Alle waren irgendwie unterwegs, das hat sicherlich dazu beigetragen“, sagt Vineeta Bal vom Nationalen Institut für Immunologie der F.A.Z. Zunehmend steht auch die Mutante im Verdacht, für die Entwicklung verantwortlich zu sein. Da sie mittlerweile in einem Dutzend Ländern nachgewiesen wurde, wird die Entwicklung in Indien auch im Ausland verstärkt verfolgt.

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